BBQ-Toro Edelstahl Pizzaaufsatz für den Gasgrill

Mit dem Edelstahl Pizzaaufsatz von BBQ-Toro * gibt es seit letztem Jahr eine kostengünstige Alternative zu den Konkurrenzprodukten am Markt. Weniger als 100 Euro für ein Pizzacover inklusive Pizzastein und Pizzaschaufel, das hat uns neugierig gemacht.

Das Cover ist auf dem ersten Blick super verarbeitet: Das obere Blech ist gekantet und bildet so auch direkt die Seitenwände, einzig die Bleche der Vorder- und Rückseite sind angeschweißt worden. Dadurch, dass das Cover direkt in einem Stück kommt, gibt es nichts weiter zu montieren. Lediglich das Thermometer muss hier noch eingeschraubt werden. Der Griff der beiliegenden Pizzaschaufel wird mittels dreier Schrauben fixiert und dann ist alles auch schon einsatzbereit.

BBQ Toro Pizzacover

Einen kleinen Wermutstropfen gab es allerdings: Leider ist unser Pizzastein beim Transport beschädigt worden. Dies kann jedoch passieren und in unseren Augen liegt hier das Problem wohl eher beim Zusteller. Nach einem sehr netten Telefonat mit der Firma BBQ-Toro wurde uns dann auch umgehend ein neuer Pizzastein zugesandt – ein freundlicher und völlig unkomplizierter Kundendienst.

Nun zum Wesentlichen:

Wozu braucht man eigentlich einen solchen Pizzaaufsatz und lohnt sich die Anschaffung überhaupt? Wer schon mal Pizza auf dem Gasgrill zubereitet hat, wird das Problem sicher kennen, die Pizza ist von unten schneller fertig als von oben. Da der Deckel des Grills eine gewisse Höhe hat, ist der Abstand zum Pizzastein zwangsläufig zu hoch, um eine vernünftige Oberhitze zu gewährleisten.

Man kann natürlich mit diversen Basteleien versuchen, den Stein höher zu legen, um näher an den Deckel zu kommen. Jedoch ist man dann auch wieder weiter vom Brenner entfernt und kann die Hitze nicht optimal nutzen. Öffnet man mit einem solchen Setup den Deckel des Grills, entweicht der Großteil der Hitze und man hat erhebliche Probleme, die erforderliche Temperatur zu halten.

Hier soll der Pizzaaufsatz nun Abhilfe schaffen, indem er knapp über Rosthöhe die benötigte Oberhitze liefert. Im Endeffekt staut sich einfach die Hitze unter dem gekanteten Blech und kann nicht entweichen, so dass man auch nach mehrmaligem Öffnen des Deckels immer noch genug Temperatur hat, um weitere Pizzen zu backen. In unseren Augen eine sehr gute Lösung und zu dem Preis macht man mit der Anschaffung diese Hilfsmittels sicher nichts verkehrt, wenn man gerne und oft selber Pizza backen möchte.

Der Pizzateig:
Mengenangaben für 3 Pizzen
500 g Typo 00 Mehl
330 ml Wasser
5 g Frischhefe
1 EL Olivenöl *
½ TL Zucker
2 TL Salz

Diesen Teig müsst ihr zwei Tage vor dem Backen ansetzen, aber das Warten lohnt sich. Durch die lange Teigführung bei niedriger Temperatur bekommt ihr einen besonders geschmeidigen und luftigen Pizzateig – das Ganze mit einem sehr geringen Hefeanteil. Als erstes das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und eine Mulde in der Mitte formen. Drei Esslöffel vom Mehl zusammen mit der Hefe und dem Zucker in lauwarmem Wasser auflösen und in die Rührschüssel geben. Das Ganze nun für eine viertel bis halbe Stunde gehen lassen, bis sich Bläschen an der Oberfläche bilden. Danach das Salz und das Öl dazu geben und den Teig für rund 10 Minuten in der Küchenmaschine verkneten. Anschließend in eine mit Olivenöl ausgefetteten Tupperdose von ausreichender Größe geben – der Teig sollte sein Volumen verdoppeln können.

Den Teig nun für eine Stunde bei Raumtemperatur und anschließend für weitere 48 Stunden im Kühlschrank gehen lassen. Es ist ratsam, den Teig mindestens zwei Stunden vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank holen. Nachdem der Teig auf Temperatur gekommen ist, knetet ihr ihn nochmals gut von Hand durch und teilt ihn in drei Portionen. Aus den drei Portionen rollt ihr dann schön runde Teiglinge, die ihr dann zugedeckt nochmals eine halbe Stunde entspannen lasst.

Pizza-Teig

Danach lässt der Teig sich wunderbar von Hand ausziehen, ohne dass man ihn mit dem Nudelholz ausrollen muss. Gebt dafür großzügig Mehl auf die Arbeitsfläche, um ein Ankleben zu vermeiden und damit er später gut auf eure Pizzaschaufel gleitet. Nachdem ihr die Pizza (hoffentlich) unfallfrei auf die Schaufel manövriert habt, könnt ihr sie gegebenenfalls nochmal an den Rändern in Form ziehen.

Backen mit dem BBQ-Toro Pizzaaufsatz:

Beim ersten Einsatz des Covers empfiehlt es sich, eventuell etwas mehr Teig zu machen, als eigentlich benötigt wird – die erste Pizza könnte möglicherweise etwas zu dunkel werden. Hier muss man sich gegebenenfalls herantasten und schauen, welche Brennereinstellungen für den eigenen Grill die beste Wahl ist. Wir haben beispielsweise den mittleren Brenner auf die niedrigste Stufe gestellt, während die äußeren Brenner auf voller Leistung liefen.

Wir haben den Grill etwa 20 bis 30 Minuten vorheizen müssen. Je nach verwendetem Grill und Außentemperatur kann diese Zeit jedoch um ein paar Minuten variieren. Mit Hilfe der Pizzaschaufel lässt sich die Pizza bequem auf den Pizzastein schieben, ohne dass man Angst haben muss, sich die Finger zu verbrennen. Mit dem Pizzaaufsatz benötigt die Pizza nun zwischen drei und vier Minuten, bis sie fertig gebacken ist.

Pizza fertig gebacken

Die größte Hitze hat man hinten unter dem Cover, weshalb die Pizza alle 60 Sekunden um etwa 90° gedreht werden sollte, damit die Ränder gleichmäßig bräunen. Wenn eure Pizza fertig gebacken ist, lasst sie am besten noch ein paar Minuten außerhalb des Grills liegen und etwas abkühlen. Reißt euch zusammen, egal wie verführerisch sie duftet. Denn nichts ist schlimmer, als heißer Käse am Gaumen. Ungeduld und Gier werden hier schmerzhaft bestraft – glaubt uns, wir wissen, wovon wir reden!

Fertige Pizza

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