Milchreis mit Zucker und Zimt ist eines der traditionellen Gerichte, welches die Menschen vielfach schon seit der Kindheit begleitet. Zimt und Zimtstangen besitzten eine besondere Faszination, ist hier doch die getrocknete Rinde die Grundlage, die den Zimtbäumen entnommen wird. Maßgebend sind hier der Echte Zimtbaum oder der Ceylon-Zimtbaum, die ein Gewürz mit mehreren Aromastoffen ergeben. Je nach Sorte sind hier neben Zimtöl ebenso Eugenol sowie Cumarin enthalten.

Der Zimt besitzt eine Vielzahl von Namen, wobei der eigentliche Name aus dem Mittelhochdeutschen stammt. Dabei handelt es sich um den Begriff „Zinemin“, während im lateinischen oft von „cinnanmon“ gesprochen wird. Insbesondere gelten diese Begriffe natürlich für den Stangenzimt, der auch als Kaneel bekannt ist. In der französischen Sprache ist von Cannelle die Rede, was mit dem Begriff Röhrchen gleichzusetzen ist.

Wenn es um das Gewinnen von Zimtöl geht, werden zum einen kleinere Äste in die Verwendung gelangen. Doch auch die Blätter sind interessant und werden zur Herstellung von Zimtöl genutzt. Die Nutzung von Zimt überhaupt hat eine lange Tradition, die etwa bis zum Jahr 3000 vor Christus zurückführt. Bereits damals soll das Gewürz in vielen Küchen Verwendung gefunden haben, so dass es eines der ältesten Gewürze dieser Welt überhaupt ist. Eine Zeitlang galt Zimt sogar als eines der Gewürze, die kaum zu bezahlen waren, da sie als sehr kostbar galten. Es war vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, als Zimt dieser Ruf vorauseilte, wobei mehrere Ereignisse diesen Ruf untermauerten. Beispielsweise konnte dann schon einmal zur Demonstration von Reichtum das Verbrennen von Schuldscheinen mit Zimtstangen erfolgen. Erlebt hat dies so einmal Karl V. im Jahr 1530.

Noch heute ist Zimt für seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten geschätzt. Eine der bedeutendsten Aufgaben kommt natürlich der Aufgabe als Gewürz zu. Neben der Würze für Milchreis wird Zimt beispielsweise gern in alkoholischen Getränken sowie in Tee zur Bereicherung des Aromas verwendet. Doch auch die Küche profitiert in vielen Regionen vom Geschmack dieses Gewürzes, wie ein Blick in die indische oder in die Küche des vorderen Orients zeigt. Ebenso erhalten zahlreiche Fleischgerichte einen besonders raffinierten Geschmack.

Vor der Verwendung

In den Mittelpunkt gerät bei der Herstellung von Zimt die Rinde des Ceylon-Zimtbaumes. Genauer gesagt geht es dabei um die dünne Innenschicht des Baums. Diese befindet sich zwischen der Borke und der Mittelrinde. Diese wird nun vom Holz abgetrennt und rollt sich in dem Moment zusammen, so dass sich eine Röhre ergibt. Dadurch wird nun vom Stangenzimt, von einer Zimtstange oder von der Zimtröhre gesprochen. Doch reicht ein Stück nicht aus und so werden sechs bis zehn Teile dieser Rinde, sich auszeichnend durch eine besonders feine Note, zur Herstellung verwendet. Alle Schichten werden nach und nach ineinander geschoben. Im Anschluss daran erfolgt die Trocknung der ohnehin als sehr fein bekannten Rinde.

Um dem Zimt ein ganz besonderes exklusives Aroma zu verleihen, wird in der Regel darauf geachtet, dass jede Scheibe der Rinde sehr dünn ist. Von erheblichem Vorteil ist bei der Zimtstange, dass diese eine lange Haltbarkeit besitzen. Schließlich dauert es sehr lange, bis der Zimt seine aromatische Wirkung verliert.

Natürlich gibt es für den Ceylon-Zimt ein Wertmaß, bei dem es sich um die Werte der Ekellen handelt. Dabei wird beim Zimt mit dem Wert Ekelle 0 von einer niedrigen Qualität ausgegangen. Dagegen handelt es sich bei Zimt mit dem Ekellen-Wert 00000 um die beste Qualität, die es bei diesem Gewürz gibt. Im Übrigen wird der Zimt gerade in Europa im Handel immer stets im gemahlenen Zustand erhältlich sein. Dabei wird er beispielsweise hauptsächlich mit Zucker verbunden sowie für süße Speisen. Außerdem kommt Zimt oft in Gebäck vor und wird außerdem in Glühwein zu finden sein.

Die Herstellung von Gewürzmischungen in Asien kann teilweise mit dem Pulver vom Zimt erfolgen. Außerdem spielen die Abfälle bei der Herstellung und Späne eine Rolle, da aus ihnen das aromatische Zimtöl hergestellt wird. Dadurch wird beispielsweise Likören, die unter Umständen auch selbst hergestellt werden können, eine angenehmere geschmackliche Note verliehen. Teilweise werden außerdem die Blätter des Zimtbaums verwendet. Dies geschieht in ähnlicher Vorgehensweise, wie es bei den Lorbeerblättern der Fall ist.

Zwei Gewürzsorten beherrschen derzeit überwiegend den Handel mit Gewürzen. Es handelt sich zunächst um den Ceylon-Zimt, der in Sri Lanka seine Heimat hat. Noch ein wenig schärfer ist der Cassia-Zimt, der aus China stammt. Jahrelang bis etwa um das Jahr 1960 stand Vietnam im Mittelpunkt, da hier ein bedeutendes Gebiet für den Zimt zu finden war. Verändert hat sich diese Situation allerdings durch den Vietnamkrieg, durch den das Hochland des indonesischen Sumatra zu einem der Hauptanbaugebiete wurde. Doch die Beliebtheit des Gewürzes Zimt ist in Vietnam ungebrochen, was ganz besonders für Fleischgerichte gilt.

In der Herstellung von Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt gibt es einen gravierenden Unterschied. Bei der letzteren Zimtsorte werden Rindenschichten eingerollt, die vom Umfang her dicker als die Schichten beim Ceylon-Zimt sind.

Heilende Wirkung von Zimt

Zwar ist nicht alles geklärt, doch gibt es Ansätze, dass Zimt in verschiedenen Formen in der Heilkunde eingesetzt werden kann.

Ätherische Öle des Zimtbaums

Hier bestimmen insgesamt zwei ätherische Öle aus den Blättern und aus der Rinde das Bild. Die ätherischen Öle, die durch bestimmte Verfahren gewonnen werden, dürfen nicht in jeder Situation zur Anwendung gelangen. So gelangen diese Öle unter anderem in der Parfümindustrie zum Einsatz.

Zimt mit der Möglichkeit des Räucherns

Zimt wir auch sehr gerne beim Räuchern eingesetzt. Dies gilt sowohl für die Blüte und auch für die Rinde. Während des Räucherns wird ein Duft freigesetzt, der blumig und zimtig zugleich ist. Diese Note besitzt eine lange Tradition, die insbesondere zu Weihnachten stark zur Geltung kommt. Während der restlichen Zeit des Jahres findet der Zimt in Bezug auf den Räucherduft weniger Beachtung. Doch erhältlich sind zu jeder Zeit die typischen Sorten „Ceylonzimt“, „Kasiezimt“ sowie „Padangzimt“.