In der Familie der Zypressengewächse ist die Pflanzengattung des Wacholders und den Wacholderbeeren zu Hause. Die bis zu 70 Arten machen innerhalb der Zypressengewächse einen Anteil von 40 Prozent aller Arten aus. Dabei gibt es jedoch in Mitteleuropa nur eine Art, die im Freien zu finden ist. Es handelt sich dabei um den Gemeinen Wacholder, der auch nur in Deutschland als einzige Art zu sehen ist. Vereinzelt kann der Wacholder mit seinen Beeren, auf Regionen bezogen, einen anderen Namen tragen. Beispielsweise wird im Niederdeutschen oft vom Wacholder gesprochen. Es gibt ebenso Regionen, in denen bei der Wacholderbeere von der Gewürzbeere gesprochen wird. Außerdem ist der Wacholder sehr oft als Zierpflanze beispielsweise in Gärten zu sehen.

Der Wacholder mit Blick auf vegetative und generative Merkmale

Bei den Arten des Wacholders handelt es sich um Sträucher oder Bäume, die ein immergrünes Aussehen vorweisen. Einzelne Exemplare können hierbei eine Höhe von bis zu 40 Metern erreichen. Im Bild wird der Wacholder von kurzen Blättern bestimmt. Im Hinblick auf die Sämlinge zeigen sich hier mindestens zwei und maximal acht Keimblätter. Der Wacholder besitzt männliche und weibliche Zapfen, die sich im Aussehen unterscheiden. Während der männliche Zapfen mindestens vier Pollensäcke besitzt, sind die weiblichen Zapfen von einem beerenförmigen Aussehen bestimmt.

Die Heimat des Wacholders

Hauptsächlich sind die Arten des Wacholders auf der nördlichen Erdhalbkugel beheimatet. Jedoch kann eine Art im Osten von Afrika gefunden werden. Eine dieser Arten hat sich sogar bis ins östliche Afrika ausgebreitet. Dabei kommen die verschiedenen Arten mit so gut wie jedem Klima in den unterschiedlichen Regionen dieser Welt klar, sei es die subarktische Tundra oder gar die Halbwüste. Außerdem kommen die verschiedenen Arten des Wacholders sehr gut mit Zeiten klar, in denen es wenig Regen gibt. Da Weidetiere den Wacholder nicht vertragen, wird auf großen Weiden das Bild oft von diesen Gewächsen mitbestimmt.

Die Systematik des Wacholders

Etwa 50 bis 70 Arten bestimmen das Bild der Gattung Wacholder, die im Jahr 2008 beschrieben wurden. Aufgeführt wurden hierbei ungefähr 70 Arten von Wacholder und dazu 27 Varietäten. Insgesamt ist hierbei innerhalb der Gattung von drei Sektionen, die manchmal als Untergattungen geführt werden, die Rede. Es handelt sich dabei um die Sektionen Caryocedrus Endl., Junipers L und Sabina Spach. Einige dieser Arten könnten möglicherweise in ihrer Existenz gefährdet sein.

Andere Verwendung von Wacholder

Eingesetzt wird der Wacholder unter anderem in der Heilkunde, wo er beispielsweise gegen Sodbrennen wirkt. Die Beeren des würzigen Wacholders gelangen unter anderem bei der Herstellung von Alkohol zur Anwendung. Schließlich ist beispielsweise der Wacholderschnaps sehr bekannt. Vereinzelt wird Wacholder mit seinen Beeren, seinem Holz oder gar seinen Beeren zum Räuchern genutzt. Dies geschieht unter anderem schon deshalb, da dem Wacholder ein reinigender Charakter nachgesagt wird.

Verwendung des Wacholders in der Küche

Verwendet wird die Beere im getrockneten Zustand, so dass das Sauerkraut vom Aroma der Wacholderbeere profitiert. Ferner bereichern die Beeren Fleischgerichte wie Sauerbraten oder Wildbraten. Dabei sollte die Dosierung des Gewürzes ideal auf das Gericht abgestimmt sein, damit auch der Geschmack optimiert wird.

Auch geräuchertes Fleisch oder Fisch können im Geschmack von der Beigabe profitieren. Dabei werden die Beeren zerstoßen und so beispielsweise in eine Salzmischung zugeführt. Wird nun der Räuchervorgang durchgeführt, kann das Fleisch oder der Fisch im Geschmack davon profitieren, so dass kulinarische Hochgenüsse hier den Gaumen kitzeln.

Spiceworld - Die Gewürzexperten