Als Bestandteil von Kräutermischungen hat Thymian, der auch als Quendel bekannt ist, an Bedeutung gewonnen. Das Mitglied der Lippenblütengewächse tritt in verschiedenen Variationen auf. Bekannt geworden ist Thymian als Gewürz- und Heilpflanze. Vielen ist insbesondere der echte Thymian ein Begriff, der in der Botanik „Thymus vulgaris“ heißt.

Beschaffenheit Spiceworld - Thymian gerebelt - original Thüringer

Als Halbsträucher oder als Sträucher sind die verschiedenen Arten von Thymian zu sehen. Teilweise sind sie dabei vom Bild krautig oder aber auch verholzt. Ihr Wachstum kann dabei aufrecht erfolgen und einen Wandel bis niederlegend annehmen. Auch ist es möglich, dass die Pflanzen rasen bildend wachsen können. An der Pflanze sind Laubblätter zu sehen, die mitunter eine vollständige Behaarung besitzen können. Die Thymian-Pflanzen können Früchte in Form von Nüsschen tragen, die einem Ei ähneln. Der Thymian blüht in der Zeit von Juni bis Oktober, wobei die Blüten rosa bis dunkellila aussehen. Daher sollten in den Monaten Mai bis September wegen der hohen Stärke des Aromas die Blätter geschnitten werden.

Heimat der Pflanzen

Zuhause sind die verschiedenen Arten von Thymian insgesamt auf drei Kontinenten, bei denen es sich um Asien, Afrika und Europa handelt. Dabei stehen insbesondere die Regionen am Mittelmeer im Zentrum des Anbaus, wobei dieser in Betrieben des Gartenbaus sowie in Gärten erfolgt. Damit ein ideales Wachstum gewährleistet werden kann, sollte die Umgebung der Pflanzen hell und trocken sein. Gleichzeitig ist der Boden eher von einem nährstoffarmen und zugleich sandigen Bild bestimmt. In der Regel sind die Thymian-Pflanzen neben dem Anbau auf den trocknen Flächen von Wiesen zu sehen. Außerdem kommen sie auf Mauern sowie an den Rändern des Weges vor.

Systematik

Wie vielfältig der Thymian ausfallen kann, zeigt allein ein Blick auf die acht Sektionen der Gattung Thymus. Innerhalb dieser Sektionen gibt es wiederum Untersektionen, in denen noch mehr Arten zu finden sind. Daher kann mittlerweile zwischen 214 Arten der Gattung Thymus unterschieden werden.

Die Sorten

Zu den bedeutenden Sorten des Thymians gehören die nachstehend aufgeführten Variationen:

Zitronenthymian

Dieser Thymian präsentiert sich mit dem Duft der Zitrone. Mit diesem Gewürz lassen sich unter anderem Fisch sowie Lammgerichte kombinieren.

Kümmelthymian

Hier ist das Würzen von Gerichten mit Rindfleisch möglich. Das Aroma stellt eine Mischung aus echtem Thymian, Kümmel und Kreuzkümmel dar.

Quendel

Bei rustikalen Gerichten sollte stets der geschmackliche milde Quendel eingesetzt werden. Auch Kräutertees erhalten eine besondere Note durch dieses Gewürz.

Jamaikathymian

Ganz speziell in der jamaikanischen Küche wird dieses Gewürz besonders bei Gerichten mit Fisch verwendet. In Indien dient es als Zusatz in Bier.

Verwendung

Zur Verwendung gelangen die verschiedenen Variationen des Thymians als Küchenkräuter und zwar in getrockneter sowie in frischer Form. Ideal entfaltet der Thymian seine Kräfte, wenn er zu Lamm, Kalb oder Geflügel zugeführt wird. Zu den weiteren Gerichten, wo das Gewürz geschmacklich das Bild bestimmt, gehören unter anderem Kartoffelgerichte sowie Wurstwaren.

Doch bei der Verwendung von getrocknetem Thymian gilt zu beachten, dass dieser dreimal stärker würzt als frischer Thymian. Sollten einmal Zweige mitgegart werden, dann sind diese wieder zu entfernen, bevor das Gericht serviert wird.

Dabei wird Thymian oft auch eine Zutat von Gewürzmischungen, wie beispielsweise von „Herbes de Provence“. Ferner gehört Thymian zu den Kräutermischungen Fines Herbes und Bouquet garni.

Verwendet werden in der Regel jedoch nur fünf Arten, zu denen der Echte Thymian sowie der Joch-Thymian gehören. Außerdem gelangt der Thymus mastichina, der Sand-Thymian sowie der Kopfige Thymian in die Verwendung.

Außerdem stellen diese Kräuter eine Grundlage für die Entwicklung von ätherischen Ölen und Oleoresinen dar. Neben der Verwendung als Pflanze im Garten werden diese auch in den verschiedenen Bereichen der Medizin, wie beispielsweise der Volksmedizin, zu finden.

Geschichte

Die Thymiane hatten schon früh an Bedeutung gewonnen, wie schriftliche Nachweise aus dem ersten Jahrhundert belegen. Das der Thymian heute soweit verbreitet ist, kann den Römern verdankt werden. Über diese fand die Pflanze den Weg in die europäischen Regionen.

Ab dem Jahr 1737 begann der schwedische Naturwissenschaftler Carl von Linne, der schon viele Pflanzen beschrieben hatte, sich dem Thymian zuzuwenden. Zunächst begann er mit der Beschreibung von sechs Arten des Thymians, von denen allerdings heute zwei Arten zu einer anderen Gattung gehören. Weitere Beschreibungen von ihm folgten ebenso wie von weiteren bedeutenden Botanikern.

Harmonie mit anderen Gewürzen

Wie viele Gewürze harmoniert Thymian mit anderen Gewürzen, um den kulinarischen Genuss in die Höhe zu treiben. Beispielhaft ist die Kombination mit Rosmarin, Oregano oder Majoran. Ebenso verträgt sich Thymian unter anderem mit Lorbeer, Fenchel sowie Lavendel.

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