Immergrün präsentiert sich das Bild der Pflanzenart „Tahiti-Vanille“. Diese entstammt der Gattung Vanille, die wiederum ein Familienmitglied von den Orchideen darstellt. In ihrer Bedeutung wird die Tahiti-Vanille nur von der Gewürzvanille übertroffen. Bei Pflanzenarten verbindet die Eigenschaft, dass sie den grundlegenden Stoff für die Vanille als Gewürz liefern.Spiceworld - Tahiti - Vanille

Beschaffenheit der Pflanze und Anbauregion

Vom Bild her kann die Tahiti-Vanille als Kletterpflanze beschrieben werden. Eine ideale Atmosphäre bietet sich der Pflanze, wenn sie Hitze und Schatten hat. Gleichzeitig soll die Luftfeuchtigkeit hoch sein. Die Früchte und Blüten dieser Pflanze weisen starke Ähnlichkeiten mit der Gewürzvanille auf. Jedoch hat die Tahiti-Vanille schmalere Blätter. Allerdings sind hier ebenso Schoten gegeben, deren Aroma als blumig bezeichnet werden kann. In aromatischer Hinsicht jedoch ähnelt diese Pflanze eher der Guadeloupe-Vanille, die ebenso als Vanilla pompona bekannt ist. Die bedeutendste Region befindet sich in der Umgebung des Südpazifiks, in dessen Gebiet die Tahiti-Vanille angebaut wird.

Geschichte der Tahiti-Vanille

Es dauerte viele Jahrzehnte bis die Tahiti-Vanille als eigenständige Art angesehen wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde, wenn es um Gewürzvanille ging, von der Tahiti-Vanille gesprochen. Beide Pflanzen ähneln sich zudem stark. Angenommen wird, dass die Pflanze erst etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf dieser Insel heimisch wurde. Der französische Kommandeur der Pazifikflotte hatte seinerzeit Stecklinge im Gepäck, die er von den Philippinen mitgebracht hat. Überreicht werden sollten diese dem Gouverneur der Insel Tahiti. Genauere feststehende Daten über die Entdeckung gibt es ebenso wenig wie einen Nachweis wilder Pflanzen. Durch den amerikanischen Botaniker John William Moore erfolgte die Erstbeschreibung dieser Pflanze. Er nahm diese im Jahr 1933 vor.

Inhaltsstoffe

Der Anteil von Vanillin in den Schoten der Tahiti-Vanillle ist nicht so hoch wie bei der Gewürzvanille. Stattdessen gibt es weitere Inhaltsstoffe, die sich besonders angenehm auf das Aroma auswirken. Schwerpunktmäßig wird die Tahiti-Vanille mit ihren Schoten zur Kreation von Düften eingesetzt. Doch der kulinarische Zauber soll hierbei nicht zu kurz kommen, wie sich in zahlreichen Gerichten zeigt.

Verwendung

Ideal ist die Anwendung für den Obstsalat oder das Obstkompott. Außerdem gibt es Eiscremes und Desserts, wo die Vanille den Geschmack verfeinert. Gut kombinieren lässt sich die Tahiti-Vanille beispielsweise mit Zimt, Nelken oder Piment.

Spiceworld - Die Gewürzexperten