In der Gattung Zanthoxylum sind verschiedene Arten von Pflanzen zu finden. Dazu gehört der Szechuanpfeffer, der gleich unter mehreren Namen – wie Zanthoxylum piperitum – bekannt ist. Es handelt sich also dabei um den Chinesischen Pfeffer, den Bergpfeffer, dem Anispfeffer sowie um den Japanischen Pfeffer. Als Mitglied der Familie der Rautengewächse wird mit dieser Pflanze ein Gewürz geliefert, welches den Gerichten die entsprechende Schärfe verleiht. Eine Verwandtschaft zum scharfen Pfeffer gibt es nicht. Jedoch besteht eine Verbundenheit mit den Zitruspflanzen. Benannt wurde der Szechuanpfeffer nach der in Zentralchina liegenden Provinz Sichuan, in deren Küche zahlreichen kulinarischen Gerichten die entsprechenden geschmacklichen Akzente verliehen werden.

Diese Pflanze besitzt das Aussehen eines Strauches, welcher viele Dornen besitzen kann. Außerdem können diese Pflanzen einen Durchmesser von zwei Metern erreichen und ebenso zwei Meter in die Höhe wachsen. Zwischen April und Juni erblüht die Pflanze, deren Früchte dann ungefähr um den Monat August ihre Reife erlangt haben.

Heimat des Szechuanpfeffers

Beheimatet ist die Pflanze, die den Szechuanpfeffer ergibt, gleich in vielen Regionen von Asien. Eine Anpflanzung im Hinblick auf die Nutzpflanze findet nicht statt. Am häufigsten zu finden ist die Pfefferart in der Region rund um das Himalaya-Gebirge. Zu Anwendung gelangt das Gewürz des Szechuanpfeffers hauptsächlich in vier Gebieten. So werden die kulinarischen Gerichte in den Küchen von Zentralchina, Japan, Korea und Tibet. Allerdings finden sich weitere, wenn auch nicht ganz so große, Anbauflächen auf dem afrikanischen und auf dem amerikanischen Kontinent.

Verwendung als Gewürz

Zur Verwendung gelangen die Samenkapseln, die von den Samen befreit wurden. In der Regel sind sie getrocknet. Das Bild der Kapseln wird von einem rundlichen Aussehen bestimmt, wobei die Farbe zwischen rotbraun und schwarz variieren kann. Die Kapseln erscheinen zudem stark verrunzelt. Sind die Früchte einmal gereift, werden sie im August geerntet. Hierbei folgt anschließend die Trocknung der Früchte, bei der die Temperaturen zwischen 40 bis 60° C liegen. In gemahlenem Zustand gelangen die Samenkapseln vereinzelt als Gewürzpulver zum Einsatz in der Küche. Jedoch erfolgt sehr häufig ein kompletter Verkauf der Samenkapseln. Dann werden die Samenkapseln erst genutzt, wenn es an das Zubereiten der Gerichte in der Küche geht. In diesem Moment werden die Samenkapseln dann gemahlen und den Gerichten zugeführt.

Bestimmt wird das Bild des Gewürzes von einem scharfen und prickelnden Geschmack. Leicht kann es dabei geschehen, dass sich beispielsweise die Zunge leicht taub anfühlt. Ausgelöst wird dies durch einen Teil der Inhaltsstoffe der Samenkapseln. Insbesondere die Sichuan-Küche profitiert von einer der Geschmacksrichtungen, da es zwei Schärfen gibt. Zu den Gerichten, die mit diesem Gewürz zubereitet werden, zählen unter anderem der Feuertopf sowie das Würzige Rindfleisch. Außerdem wird die Gewürzmischung des Fünf-Gewürze-Pulver mit dem Geschmack bereichert.

Gerade die japanische Küche ist sehr vielfältig. Und so gelangen hier ebenso unreife Früchte, Blüten oder die Blätter der Pflanze in die Verwendung. Beispielsweise werden die Blätter, die ganz frisch und noch jung sind, eingeweicht. Anschließend wird eine Mischung mit Hilfe der Miso-Paste hergestellt, die als Kinome bekannt ist. Diese ist oft bei den kulinarischen Gerichten als Garnierung vorzufinden. Außerdem wird der Pfeffer für eine Würzpaste verwendet, mit der der Fischgeruch nicht mehr ganz so intensiv empfunden wird.

Andere Verwendung von Szechuanpfeffer

Noch immer hat die chinesische Medizin eine traditionelle hohe Bedeutung. Dies ist auch dadurch bedingt, dass der Szechuanpfeffer ein wesentlicher Bestandteil dieser Medizin ist. Die Pflanze schmückt außerdem als Bonsai ganz besonders in Deutschland zahlreiche Wohnungen.

Bildquelle: Spicebar