Innerhalb der Vielzahl der Salze stellt Steinsalz eine Art dar, bei der es sich zum einen um ein Sedimentgestein und somit zugleich um ein Salzgestein handelt. Doch Steinsalz ist auch ein Evaporitgestein. Entstanden ist dieses durch das Absetzen oder das Ablagern aus dem Wasser der Meere. Natürlich kann das Steinsalz auch dadurch entstehen, wenn das mineralreiche Grundwasser zu verdunsten beginnt. Zum größten Teil besteht dieses Salz aus Natriumchlorid und macht mit 70 Prozent den größten Anteil der Produktion von Salz auf der Welt aus.

Das Vorkommen von Steinsalz und geschichtliche Aspekte Spiceworld - Deutsches Steinsalz, Speisesalz für Salzmühlen

In der europäischen Region nördlich der Mittelgebirge gibt es ein Gebiet, das sich über drei Länder ausbreitet. Es zieht sich von Frankreich bis nach Polen, wo das Salzberg Wieliczka zu den ältesten von Europa zählt, und verläuft dabei über Deutschland. Das Salz befindet sich dabei in der Tiefe und hat sich dort vor vielen Jahrhunderten gebildet. Schließlich war der Salzabbau in Polen bereits über 5500 Jahren nachgewiesen worden.

Schon früh wurde die konservierende Wirkung von Salz genutzt, da es ja vor vielen Jahrhunderten noch nicht die Möglichkeit gab, Lebensmittel zu kühlen. Während bildeten sich an den Stellen Städte, wie zum Beispiel in Lüneburg, wo problemlos die Gewinnung von Salz erfolgen konnte.

Die Gewinnung von Steinsalz

Für die Gewinnung von Steinsalz werden die Methoden des trockenen Abbaus und des nassen Abbaus durchgeführt. Beim trocknen Abbau erfolgt dieser im Sinne des Bergbaus. Dabei sind die Lagerstätten des Salzes oft in den Tiefen zu finden.

Sind die Lagerstätten des Salzes stark verunreinigt, erfolgt die Anwendung des nassen Verfahrens. Dabei findet eine Aussolung statt, während der die Lösung des Salzes im Wasser durchgeführt wird. In heutigen Tagen wird dabei die so genannte Bohrlochsolung durchgeführt, die eine Dauer von mehreren Tagen besitzt.

Die Verwendung von Steinsalz

Physikalisch und chemisch wird das Salz gereinigt, worauf anschließend die Verarbeitung in Form von Mahlen zu Speisesalz erfolgt. Während der Reinigungsvorgänge entstehen übrigens Kalisalz und weitere Salze. Zum größten Teil gelangt Steinsalz in der Industrie zur Verwendung. Dort ist es für das Gewinnen von Chlor und Natrium von Bedeutung. Nur ein geringerer Anteil von etwa drei Prozent wird verwendet, um Speisesalz herzustellen.

Verschiedene Informationen zum Steinsalz

Steinsalzvorkommen bilden eine gute Grundlage für Untergrundspeicher. Dort können beispielsweise Solungskavernen eingesetzt werden, um Wasserstoff zu speichern.

Typisch sind für das Speisesalz, das aus Steinsalz gewonnen wurde, mindestens folgende Bestandteile: Chlorid zu 59,9 Prozent und Natrium zu 38,85. Zu den weiteren Stoffen gehören Kalzium, Phosphor, Magnesium, Schwefel und Kalium.

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