Das Speisesalz ist das Gewürz, was in der Küche mit am häufigsten verwendet wird. Zum größten Teil besteht dieses Salz, bekannt als Kochsalz oder Tafelsalz, aus Natriumchlorid. Es gibt mehrere Speisesalzsorten, deren Weg zur Gewinnung sich unterscheidet.

Die Geschichte vom Speisesalz

Schon vor einigen Jahrtausenden wurde in alten Zivilisationen das Salz gewonnen. Allerdings wird davon ausgegangen, dass die Verwendung von Salz schon zu Zeiten der Babylonier üblich war. Schließlich was das Salz als Speise der Götter anerkannt. Schon daraus wird deutlich, dass das Salz einst sehr wertvoll war. Dieses sollte sich in den folgenden Jahrhunderten noch weiter steigern und ließ insbesondere die Attraktivität der Städte, die sich mit dem Abbau von Salz einen Namen machten, steigern. Dazu gehörten beispielsweise Bad Salzuflen, Salzburg in Österreich und Bad Reichenhall. Gelegentlich wurde Salz, auch weißes Gold genannt, zwar zu einer Rarität und doch trug es wesentlich zum Aufstieg der Hanse mit bei. Diese erhielt das Salz aus Lüneburg.

Das Salz trug auch zur Gestaltung des Wortes Salär mit bei, da beispielsweise einst römische Soldaten mit Salz entlohnt wurden. Doch auch das weitere Mittelalter kannte die hohe Bedeutung von des kostbaren Gutes Salz ebenfalls. Jedoch war dadurch das Pökeln von Fleisch schwerer. Gerade das war jedoch von Bedeutung, wenn früher einst geschlachtet wurde, da alles Fleisch haltbar gemacht werden sollte.

Gebessert hat sich die Situation, nachdem es möglich war, mit Abbaumaßnahmen im Zechsteinmeer zu beginnen. Dieses Gebiet liegt im Norden von Deutschland. Dort haben sich über eine Zeit, die bei etwa 250 Millionen Jahren liegt, Schichten von Salz gebildet. Es waren Breiten von mehreren hundert Metern gegeben.

Gewinnung von Salz

Vier Auswaschverfahren haben in den vergangenen Jahrhunderten das Bild der Salzgewinnung beherrscht. Teilweise können diese Verfahren auch heute noch mindestens als Schauvorführung beobachtet werden.

Beispielsweise wird hierbei die Pflanzenasche ausgewaschen. Im daraus resultierenden Produkt kann sich Kaliumchlorid befinden. In einem anderen Verfahren wiederum wird salzhaltige Erde ausgewaschen, wobei anschließend noch eine Filtration sowie das Einkochen erfolgt. Eine weitere Möglichkeit war das Auswaschen von Torf, das speziell in nördlicheren Gebieten durchgeführt wurde. Dieses Verfahren wurde besonders im Mittelalter angewandt und ist noch heute auf einer dänischen Insel als Vorführung für Touristen zu sehen.

Verwendung von Speisesalz

Für die Ernährung hat sich Salz inzwischen als unverzichtbar erwiesen, da auch Speisen nicht schmecken, für die kein Salz verwendet wurde. Die Bedeutung von Salz hat bis heute nichts an Wert verloren. Es gibt kaum Lebensmittel, in denen nicht Salz enthalten ist. Lebensmittel oder Speisen können mit Salz also dementsprechend eine große Aufwertung erfahren, wie beispielsweise Mehl mit einer Prise Salz. Das sorgt dafür, dass die sich in dem Mehl befindliche Stärke stabilisiert. Sogar in Süßspeisen gelangt Salz hin und wieder zum Einsatz.

Zur Anwendung gelangt das Salz außerdem bei Gemüse, dass ja in Salzwasser zubereitet wird. Somit verringert sich die Kochzeit, was wiederum für einen hohen Erhalt der Vitamine sorgt. Dagegen sollten Hülsenfrüchte während des Kochens nicht mit Salz in Berührung kommen, sondern erst anschließend gesalzen werden. Außerdem können Braten mit einer Salzkruste zubereitet werden. Außerdem werden beispielsweise Wurst, Brot, Käse oder Fleisch unter Einsatz von Salz hergestellt, das den Lebensmitteln die nötige Würze verleiht. Möglich ist es außerdem, das Fleisch zur Konservierung unter Einsatz von Nitritpökelsalz haltbar gemacht wird. So erhält dieses Fleisch seine schöne rote Farbe.

Individualität zählt beim Einsatz von Salz, da Geschmäcker stets sehr verschieden sind. Dabei ist natürlich auf die richtige Dosierung zu achten, da zuviel Salz ebenso wenig gut ist wie zu wenig Salz. Salz ermöglicht außerdem die Entfernung von Flüssigkeiten und von Bitterstoffen.

Verschiedene Salzsorten Spiceworld - Fleur de Sel, Guerande

Der kulinarische Gaumen wird durch verschiedene Salzsorten bereichert. So gibt es beispielsweise das feine und das grobe Tafelsalz, die sich unter anderem durch ihre Verwendung unterscheiden. Das feine Tafelsalz wird für die Verwendung zu Hause hergestellt, während das grobe Tafelsalz hauptsächlich in der Industrie genutzt wird.

Außerdem gibt es verschiedene Stufen von Meersalz, die ebenfalls unterschiedlich verwendet werden können. Neben dem kristallinen Meersalz gibt es unter anderem auch das grobe Meersalz. Außerdem gibt es noch Fleur se Sel de Guerande sowie Sel Marin de Noir-Moutier.

Zu den weiteren Salzsorten gehören das schwarze Steinsalz, das Kräutersalz, jodiertes Salz, Fluoridsalz sowie Pökelsalz und Gewürzsalz. Das jodierte Salz, auch als Jodsalz bekannt, und das Fluoridsalz können der Gesundheit dienen. Jedoch herscht in unseren Beritengeraden heute kein Jodmangel mehr vor. Auch wenn die Industrie und die Werbung uns dieses noch immer so verkaufen. Viele wissen nicht das Jod ein Abfallprodukt der Industrie ist und dieser Industrie ist es lieber, Müll zu verkaufen und damit zu verdienen, als es teuer und aufwendig zu entsorgen.

Physiologische Bedeutung von Speisesalz

Gerade im Sommer gewinnt das Salz an Bedeutung, da viele Menschen neben Flüssigkeit auch sehr viel an Salz verlieren. Täglich sollten bis zu drei Gramm Salz aufgenommen werden, damit der Salzhaushalt stabil bleibt. Durch das Salz können außerdem beim Sport Wadenkrämpfe vermieden werden.

Verschiedene Informationen zum Salz

Meersalz und Steinsalz können nach der Gewinnung noch weitere Stoffe in einer Höhe von einem bis drei Prozent besitzen. Unbehandelte Meersalze beinhalten sogar noch Restfeuchte, die bis zu 5 Prozent betragen kann. Bei dem im Handel erhältlichen Salzen handelt es sich um gereinigte und raffinierte Ausführungen. Zur Verbesserung der Qualität werden mitunter weitere Stoffe in einem geringen Prozentsatz dem Salz zugefügt.

Wichtig ist beim Salz, dass dieses trocken aufbewahrt wird. Sonst könnte das Magnesiumchlorid in der Form reagieren, dass es Feuchtigkeit anzieht. Daher sollten sich in einem Salzstreuer immer einige Reiskörner befinden.

Spiceworld - Die Gewürzexperten