In den vielfältigsten Möglichkeiten ist Sesam aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Das dies so kam, ist wohl nicht verwunderlich, wenn ein Blick auf das Alter des Sesam beziehungsweise der Sesamsaat geworfen wird. Es handelt sich dabei um eine Ölpflanze, wobei nur wenige Pflanzen älter sind als diese. Innerhalb der Sesamgewächsfamilie liegt die Herkunft dieser weltweit kultivierten und bekannten Pflanze.

Die einjährige Pflanze Sesam mit ihrem krautigen Aussehen kann eine Höhe zwischen 10 bis 120 Zentimetern erreichen. Mit einer feinen Behaarung präsentieren sich die Blätter. Dagegen zeichnen sich die Blüten durch ihr farbliches Erscheinen in Weiß oder Rosa aus und besitzen dabei eine Zeichnung mit eine dunklen Note. Außerdem besitzen die Samen ein bräunliches, schwarzes oder weißes Aussehen.

Zuhause vom Sesam, einst und jetzt

Einst war der Sesam beziehungsweise die Sesamsaat in zwei großen Regionen beheimatet. Es gab damals große Anbauflächen in Indien und in Afrika. Heute erfolgt ein Anbau inzwischen weltweit. Schließlich gibt es in vielen Ländern tropische und subtropische Klimazonen.

Einblick in die Geschichte

Der Süden von Asien bildete mit seinen wilden Pflanzen die Grundlage für die Kultivierung des Sesams. Dabei spielten insbesondere die Gebiete der Malabarküte, des Nordwestens von Indien sowie in Punjab, das in Pakistan gelegen ist. Sogar aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. sind Funde während archäologischer Ausgrabungen erfolgt. Auch im 2. Jahrtausend war Sesam gerade in Mesopotamien nicht unbekannt. Im Laufe dieser Zeit entwickelte sich Sesam zu einem weit verbreiteten Gewürz in der indischen Küche. Vermutlich war die Pflanze sogar den Ägyptern ein Begriff, die während der so genannten griechischen Zeit gelebt haben. Erst zwischen dem dritten und dem fünften Jahrtausend lassen sich Spuren von Sesam auf dem afrikanischen Kontinent finden. Richtig von Bedeutung ist die Pflanze erst seit einigen Jahrzehnten.

Sesam und seine Verwendung

Die kulinarischen Spezialitäten profitieren von der gesamten Pflanze, also von den Samen sowie vom Öl und von der Wurzel. Dabei enthalten die Samen sehr viel Öl und können so entsprechend verarbeitet werden, damit das bekannte Sesamöl entsteht. Ganz besonders oft wird dieses Öl beim Kochen genutzt. Außerdem kann das Öl beispielsweise aus den Samen gepresst werden. Sollen beispielsweise Backwaren eine feine Note erhalten, gelingt dies häufig mit ganzen gerösteten Samen. Diese können außerdem Speisen die entsprechende Würze verleihen.

Die Verwendung von Sesamblättern wird in der koreanischen Küche sehr geschätzt. Dort werden zum Beispiel Speisen wie Bulgogi oder Galbi eingewickelt, bevor diese in den Verzehr gelangen.

Unterschieden wird der Sesam bei der Verwendung nach seiner Farbe. Gerade der Braune Sesam, auch als indischer Sesam bekannt, wird für viele Gerichte verschiedenster Küchen eingesetzt. Es handelt sich dabei um Speisen des Orients, von Afrika und von Indien. Der schwarze Sesam wird dabei vor allem im asiatischen und im exotischen Raum Verwendung finden. Geschälter Sesam wird oft für die Bestreuung, und somit die Verfeinerung, von Gebäck verwendet.

Andere Verwendung

Verwendet werden kann der Sesam in seiner Gesamtheit auch, damit therapeutische Behandlungen in der Medizin durchgeführt werden können.

Aufbewahrung und Erwerb

Während die Samen eine Haltbarkeit von etwa sechs Monaten vorweisen, kann das Öl etwa einen Monat an Aufbewahrungszeit überstehen. Möglich ist der Erwerb nicht nur im Asialaden, sondern auch in Reformhäusern oder in einem Supermarkt mit einem guten Sortiment.