Kardamom stellt ein Gewürz dar, bei dem zwischen zwei Varianten unterschieden werden kann. Es handelt sich dabei um den Schwarzen Kardamom und um den Grünen Kardamom.

Schwarzer Kardamom

Die Pflanzenart des Schwarzes Kardamom ist mit mehreren Namen bekannt. So wird beispielsweise vom Nepal-Kardamom, vom Braunen Kardamom oder vom Elaichi gesprochen. Mit dem schwarzen Kardamom handelt es sich um ein Mitglied, das der Familie der Ingwergewächse entstammt. Mittlerweile wird diese Form des Kardamoms immer öfter in der Küche als Gewürz angewandt. Zu diesem Zweck findet eine Trocknung über offenem Feuer statt.

Beheimatet war das schwarze Kardamom ursprünglich in dem östlichen Gebiet des Himalajas und in China. Heute wird die Pflanzenart überwiegend in Nepal angebaut. Ebenso trägt der kleine indische Staat Sikkim, ein Unionsstaat, mit einem großen Anteil an Anpflanzungen zur weltweiten Versorgung mit dem Gewürz bei. Außerdem gelangen, wenn auch in nicht so hohem Maße, Lieferungen aus Guatemala, Tansania sowie aus Vietnam auf den Markt.

Die ideale Atmosphäre zum Wachsen findet sich für diese Pflanze in Höhen von 750 bis 1500 Metern. Dabei präsentiert sich eine andauernde Pflanze, die ein krautiges Aussehen besitzt. Deren Blätter können eine Länge von zwei bis drei Metern erreichen. An der Pflanze bilden sich Kapselfrüchte, die einzig und allein in der Küche verwendet werden. Bis dies jedoch geschehen kann, vergeht eine Zeit von drei Jahren. Dann erst werden die Samen, die zu diesem Zeitpunkt noch grün sind, geerntet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Kapseln nicht vorzeitig aufplatzen. Gelangen diese so genannten Samenkapseln in den Handel, besitzen diese ein dunkelbraunes oder gar schwarzes Aussehen.

Enthalten sind im schwarzen Kardamom ein ätherisches Öl sowie kleine Anteile verschiedener Stoffe. Dazu gehören unter anderem Limonen und Sabinen. Mit Sabinen sind nicht die weiblichen Vornamen gemeint, es ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Monoterpene, spezieller der Thujene. Dieser Naturstoff, der chemisch gesehen ein cyclischer ungesättigter Kohlenwasserstoff ist, kommt vor allem in den ätherischen Ölen des Majorans , Kardamom und den Blättern des Sadebaumes vor.

Vom grünen Kardamom unterscheidet sich das Gewürz im Hinblick auf den Geschmack und das Aroma. Während der Geschmack eher rauchig erscheint, so wirkt das Aroma erdig und herb. Daher gelangt das schwarze Kardamom kaum bei der Zubereitung von Süßspeisen zur Verwendung. Eher findet sich die Geschmacksnote in Fleischgerichten, die viele mit ihrer deftigen Note begeistern. Sehr oft werden außerdem damit die Gerichte der Indischen Küche gewürzt.

Grüner Kardamom

Wie der Schwarze Kardamom gehört die Pflanzenart des Grünen Kardamom der Ingwergewächsfamilie an. Das Bild wird hier von den beiden Arten Malabarkardamom und Ceylonkardamom bestimmt. Verwendet werden in der Regel hauptsächlich die Samen. Doch auch die getrockneten Früchte in ihrer Gesamtheit gelangen in der Küche zur Anwendung.

Als ausdauernde und krautige Pflanze präsentiert sich der grüne Kardamom, der bis in eine Höhe von zwei bis drei Metern erreichen kann. Mitunter ist sogar Höhe von bis zu 5,5 Meter in der Höhe erreichbar. Geerntet werden die Kapselfrüchte kurz bevor sie ihre Reife erreicht haben. Dabei werden sie dann von der Hand gepflückt, damit ein Öffnen der Frucht und somit der Samenverlust vermieden werden kann.

Auch der Grüne Kardamom hat seine Heimat im asiatischen Raum. Jede Art des Kardamoms besitzt dabei eigene Eigenschaften. In Arabien wird das Gewürz deshalb geschätzt, da es aphrodisierend wirken soll. Beispielsweise gilt der Malabar-Kardamom, der aus Indien kommt, als ein sicherer Garant für ein ansprechendes Aroma.

Das ätherische Öl verleiht den Samen ein Aroma mit würzigen und süßlich-scharfen Noten. Die Samen des Kardamoms sollten stets erst zur Zubereitung eines Gerichtes gemörsert oder gemahlen werden. Dann erst soll die Kapsel aufspringen und danach die Hülle entfernt werden. Der Samen wird nunmehr zerrieben. Die Qualität des Kardamoms wird bei einer frischen grünen Kapselfarbe deutlich. Bezüglich der Farbe der Samenkörner liegt ein schwarzer öliger Ton vor.

Als Gewürz sind die Samen des Kardamoms auch im grünen Format in den Küchen von Arabien und von Asien weit verbreitet. Indische Masalas erhalten eben eine besondere Note wie der Chai-Tee sowie das ayurvedische Konfekt Laddu. Dagegen findet Kardamom in Europa beispielsweise in Weihnachtsgebäck, in Wurstwaren oder in Likören während der Zubereitung Verwendung. Außerdem ist Kardamom oft in Gewürzmischungen zu finden. Ganz besonders häufig wird Kardamom in der schwedischen Küche angewandt. Das Gewürz bereichert schon bei der Zubereitung beispielsweise dort Backwaren oder Glühwein. Ein weiteres Getränk, das mit dem Gewürz Kardamom eine geschmackliche Verfeinerung erhält, ist der arabische Mokka. Dem Kaffeemehl wird bei der Zubereitung Kardamom zugeführt.

Auch der Grüne Kardomom findet natürlich in der Medizin Anwendung, da für ihn auch gilt, dass er krampflösend wirkt. Außerdem ist er ein bedeutender Bestandteil wichtiger Arzneimittel.