Bei dem Familienmitglied der Lippenblütler handelt es sich um eine Pflanze, die vielseitig eingesetzt werden kann. Der Salbei gehört in die Gattung „Salvia“, die in Regionen mit einem tropischen Klima ebenso zu Hause ist wie im Gebiet mit gemäßigtem Klima. Wie vielseitig der Salbei ist, zeigt sich allein daran, dass es etwa 800 bis 1.100 Arten gibt. Heimisch sind davon allein in China ungefähr 84 Arten. Von höchster Bedeutung ist natürlich hierbei der Küchensalbei, der auch als Heilsalbei bekannt ist.

Beschaffenheit der Pflanze

Nur selten wird eine Salbei-Art zu finden sein, welche als einjährige Pflanze gewachsen ist. Eher sind diese Pflanzen mit zweijährigem Wuchs zu sehen. Am häufigsten jedoch ist der Salbei als ausdauernde und dabei ebenfalls krautige Pflanze vorhanden. Beim Salbei in dieser Variation kann es sich aber auch um Halbsträucher oder um Sträucher handeln. All diese Gewächse werden von einem sehr aromatischen Bild bestimmt. Teile der Blüten werden von einem weißen, blauen, violetten, pink oder rotfarbenem Bild bestimmt. An den vielfältigen Gewächsen sind vierteilige Klausenfrüchte über den entsprechenden Zeitrahmen gewachsen.

Systematik sowie Einblick und Verwendung

Im Werk „Species Plantarum“ wurde durch den schwedischen Naturwissenschaftler Carl von Linne der Name der Gattung Salvia veröffentlicht. Ebenso wurden hier die Synonyme für die Gattung festgehalten, bei denen es sich beispielsweise um Arischrada Pobed. und Fenixanthes Raf handelt. Einigen dieser Pflanzen eilte schon bei den alten Römern der Ruf der Heilkraft hinterher. Dafür verantwortlich sind auch die ätherischen Öle, die zu einem recht hohen Anteil in den Pflanzen vorhanden sind. Zu den maximal etwa 1100 Arten der Gattung Salvia gehören die nachstehend aufgeführten Sorten, von denen einige als Zierpflanzen anerkannt sind:

Ungarn-Salbei

Beim Ungarn-Salbei handelt es sich um eine Pflanze, die ein Wachstum von 20 bis 80 Zentimetern erreichen kann. Deren Bild wird von Hochblättern und einer weißen Krone bestimmt. Zu Hause ist diese Form des Salbeis im Südosten von Europa sowie im Südwesten von Asien. Teilweise ist sogar eine Einbürgerung in Mitteleuropa erfolgt. Ideal sind daher Standorte mit einem Boden, der mäßig trocken ist und von einem warmen Klima umgeben ist.

Indianischer-Räuchersalbei

In Nordamerika ist der indianische Räuchersalbei beheimatet, der auch als weißer Salbei bekannt ist. Hierbei handelt es sich um eine Pflanze, die bis zu einem Meter in die Höhe wachsen kann.

Silber-Salbei

Bekannt ist diese Pflanze auch als Silberblatt-Salbei, der allerdings einen eher nicht so angenehmen Geruch hat.

Österreichischer-Salbei

Nur in drei Regionen ist der österreichische Salbei zu Hause, der mittlerweile als gefährdet gilt.

Kanaren-Salbei

Mindestens 100 Zentimeter und maximal 250 Zentimeter kann das Wachstum dieser Salbeisorte betragen. Zu finden ist dieser Salbei lediglich auf den kanarischen Inseln.

Reinweißblütiger-Salbei

Diese Salbeisorte, die zwischen Juni und Juli blüht, erreicht in der Regel eine Höhe von bis zu 60 Zentimetern. Zu finden ist diese Pflanze im Westen von Griechenland, dem Irak, der Türkei, dem Iran und Albanien. Eher weniger taucht die Zierpflanze des reinweißblütigen Salbeis auf.

Gedrängter-Salbei

Ursprünglich stammt der gedrängte Salbei aus Brasilien, doch findet inzwischen seit etwa fünf Jahrzehnten auch in den USA eine Kultivierung statt. Es wird davon ausgegangen, dass die Pflanze bereits Jahre vorher in Frankreich und in Großbritannien kultiviert wurde.

Honigmelonen-Salbei

Teilweise wird bei diesem Salbei auch von einem Ananas-Salbei gesprochen. Eine leichte Note vom Duft der Ananas umgibt diese Pflanze. Zwischen 80 und 180 Zentimetern kann die Höhe dieses Salbeis betragen, der in der Zeit von Juli bis August blüht.

Klebriger-Salbei

Mit seiner gelben Blüte präsentiert sich der klebrige Salbei, der in Höhen von 50 bis 120 Zentimeter wachsen kann. Insbesondere in den Monaten Juli bis September sind die Blüten an diesen Pflanzen zu sehen.

Chia

Die Salbeipflanze Chia stammt eigentlich aus Mexiko. Inzwischen wird die Pflanze schon deshalb angebaut, da sie sehr hochwertige Inhaltsstoffe besitzt. Neben Omega-3-Fettsäuren sind außerdem ein besonders wertvolles Protein sowie Vitamine, Mineralien und Antioxidantien enthalten.

Als einjährige krautige Pflanze präsentiert sich die Pflanze, die schon von den Azteken eine wichtige Nahrung darstellte, mit blauen Blüten. Zwar wird die Pflanze im späten Frühling ausgesät, doch schon im September hat Chia ihre Blüte erreicht. Dann ist die Zeit der Ernte der Samen auch nicht mehr weit.

Mittlerweile sind Felder des Anbaus in Zentralmexiko, in Guatemala sowie in verschiedenen Ländern von Südamerika zu finden. Dabei ist die Kultivierung so erfolgt, dass es in diesen Regionen keinen zu großen Regenfall gibt.

Gerade in Nordamerika werden die Samen des Chia noch immer gern verwendet. Schließlich kann der beispielsweise getrocknet beim Essen die Speisen bereichern. Außerdem besitzt der Samen eine gesundheitsfördernde Wirkung.

Mazedonischer-Salbei

In der Regel wird diese Pflanze eine Höhe von 25 bis 30 Zentimeter nicht überschreiten. Während der Blütezeit, die von Juni bis September verläuft, erstrahlen die Blüten in violettem Blau. Wie der Name es schon aussagt, kommt die Pflanze in Mazedonien vor.

Lavendelblättriger-Salbei

Bekannt ist der lavendelblättrige Salbei auch als Spanischer Salbei. Erreicht wird bei diesem Salbei, der Blüten von einem hellen Blauviolett besitzt, eine maximale Höhe von 100 Zentimetern. Die Heimat von diesem Salbei liegt im Süden von Frankreich, in Spanien sowie im Nordwesten von Afrika.

Rotwurzel-Salbei

Der Einsatz in der traditionellen Medizin von China hat dem Rotwurzel-Salbei auch den Namen „chinesischer Salbei“ eingebracht. Besonders die Wurzeln gelangen dabei in die Verwendung.

Echter-Salbei

Wie viele Salbei-Arten wird natürlich auch der Echte Salbei, der maximal 80 Zentimeter hohe Halbstrauch, in der Medizin wie auch in der Küche verwendet. Dort gelangte der Salbei erst im Mittelalter in die Verwendung, nach dem dieser schon viele Jahrzehnte vorher seine Kräfte als Heilmittel unter die Menschen brachte. Schon bald wurde deutlich, dass Salbei sich angenehm auf Fett auswirkt, da dieses nicht mehr ranzig wurde.

Bestimmt wird das Bild des echten Salbeis von einem angenehmen Aroma und einer würzigen Bitterkeit. Eingesetzt wird das Gewürz beispielsweise bei der Zubereitung von Fleischgerichten der verschiedensten Art, wie beispielsweise Wild und Geflügel. Ideal ist eben der Einsatz bei Speisen, die sehr fetthaltig sind. Auch in getrockneter Form kann der Salbei zur Verwendung gelangen. Eines der typischen Gerichte ist das klassische Gebäck „Salbeiküchlein“.

Wiesensalbei

Wild wächst der Wiesensalbei, der ebenfalls zu den Lippenblütlern gehört und bis zu 60 Zentimeter wachsen kann. Von Mai bis ungefähr in den August blühen die Pflanzen, wobei die Blüten ein helles Blau oder im Mittelblau zu sehen sind. Die jungen Blätter des Wiesensalbeis eignen sich als Gewürz zu Gerichten mit Fisch, schmecken jedoch nicht ganz so intensiv.

Muskatellersalbei

Der Muskatellersalbei besitzt nicht den typischen Salbei-Geschmack. Eher ist hier eine leichte bittere Note festzustellen. Verwendet wird diese Form des Salbeis bei süßen Speisen oder Eierspeisen sowie bei verschiedenen Tees. Außerdem gelangt der Muskatellersalbei zur Verwendung für Wermutweine, um diese in ihrem Aroma zu unterstützen.

Feuer-Salbei

Auf der ganzen Welt ist der Feuer-Salbei verbreitet, der auch als glänzender Salbei bekannt ist. Ursprünglich stammt die Zierpflanze aus Brasilien und wird heute teilweise in Regionen mit tropischem Klima angebaut.

Eisenkraut-Salbei

In verschiedenen Formen kommt der Eisenkraut-Salbei vor, der während des ganzen Jahres blüht. Zu finden ist die Pflanze unter anderem im Westen von Europa.

Griechischer-Salbei

Zwar schmeckt dieser Salbei bitter. Und doch besitzt der griechische Salbei ein Aroma, das voller Würze und Frische ist. In getrockneter Form wird dieser Salbei von den Griechen gern als Tee getrunken.

Purpursalbei

Hier ist sehr intensiv zu schmecken, dass es sich tatsächlich um Salbei handelt. Zur Verwendung können hier auch die Blätter gelangen, die ein dezentes pelziges Aussehen besitzen. Es ist möglich, aus diesem Salbei einen Tee aufzugießen. Bei diesem wird nach dem Ziehen deutlich, dass er ein gutes Aroma besitzt.

Dalmatinischer-Salbei

Dieser Salbei gilt unter den Gourmets als der hervorragende Salbei überhaupt. Bestimmt wird das Bild des Geschmacks von seiner Süße und zugleich einer gewissen Feinheit. Ist das Aroma frisch, so zeigt sich hier eine angenehme Milde.

Herkunft

In seinen verschiedenen Formen kommt der Salbei ganz besonders häufig in den Regionen um das Mittelmeer vor. Doch auch wird der 80 Zentimeter hohe Halbstrauch gezielt überall ein Europa angebaut.

Tipps

Geerntet werden kann der Salbei in der Regel fast während des ganzen Jahres. Sogar einfrieren ist bei frischen Blättern des Salbeis möglich. Diese können unter Umständen gar einzeln aufgehoben werden.

Die Verwendung im Allgemeinen

Insbesondere die Blätter werden frisch oder getrocknet verwendet. Dabei können sie zugleich ganz oder in geschnittener Form oder in gemahlener Form verwendet werden. Dabei kann das Aroma je nach Art des Salbeis schon einmal recht unterschiedlich ausfallen.

Zur Anwendung gelangt der Salbei in der italienischen Küche, wo viele Pastagerichte und besonders die Saucen mit diesem Gewürz verfeinert werden. Weitere Gerichte mit der besonderen Note von Salbei sind unter anderem Speisen mit Lamm oder Saltimbocca alla Romana. In Deutschland wird Salbei oft zum Würzen von Aal genutzt.

Jedoch sollte eine Dosierung stets nur in geringem Maße erfolgen.

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