Wohl jedes Kind weiß laut einem bekannten Kinderlied, dass Safran den Kuchen beim Backen bekanntlich gelb macht. Doch nicht zur zum Verfeinern von Gerichten kann das edle Gewürz verwendet werden. Um Safran ranken sich viele Mythen. Überbringungen zufolge galten die roten aromatischen Fäden schon in der Antike als wahrer Luxus. Heutzutage ist Safran jedoch nicht nur den Reichen vorbehalten.

Safran bedeutet frei heraus aus dem Arabischen übersetzt so viel wie „gelb sein“. Doch nicht nur diese Anspielung ist ein interessantes Detail. Aus einer Mutation heraus entstand die kniehohe Safran-Pflanze nur rein zufällig. Safran gehört pflanzlich gesehen zur Familie der Krokusse. Im Herbst blühen diese nur für wenige Tage in satter violetter Farbe. Doch nur aus den aromatischen, stark geruchsintensiven Stempeln der Blüten, den Griffeln, lässt sich das begehrte Gewürz gewinnen. Lediglich diese feinen Fäden können getrocknet als Gewürz veredelt werden.

Das außergewöhnliche, unverkennbare Aroma erfreut sich schon seit der Antike großer Beliebtheit. Schärfe, Bitterkeit und Süße in Kombination mit kühlender Wirkung zeichnen das beliebte, wertvolle Gewürz aus.

Bereits den trockenen Stempelfäden wird eine heilende, reinigende Wirkung nachgesagt. Größtenteils können Sie Safran bei Magenproblemen, zur Appetitanregung, Erkältungen oder Leberkrankheiten verwenden. Weiterhin soll der Alleskönner gegen Unfruchtbarkeit, Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden helfen. Seine krampflösende Wirkung und die Anwendung bei Depressionen sind weitere positive, zierende Eigenschaften des orientalischen Gewürzes.

Mit Honig eingenommen vollbringt Safran sogar ein Zerkleinern von Nieren- und Blasensteinen. In Kombination mit Wasser als Auflage birgt das Gemisch Kopfschmerzen und Schlafstörungen vor. Gedächtnisverbessernd soll Safran mit Milch wirken, da dieses Gemisch das Wachstum im Großhirn anregt. Gut eignet sich Safran als Pulver, erhältlich nur bei seriösen Anbietern, für solche Tinkturen und Mischungen. Persischer Safran erfreut sich auch größtenteils hoher Qualität.

Es existieren zahlreiche Rezepte mit gesundheitsfördernder Wirkung rund um das exotische Gewürz. Würzen Sie Ihre Speisen individuell und aromatisch.

Reis-, Fisch- und Fleischgerichte, Süßspeisen, Back- oder Gemüsevariationen mit dem Gewürz als vermeintliche „Geheimzutat“ sind die Hauptverwendungsmöglichkeiten in den landestypischen Küchen der Welt. Da das Auge bekanntlich mit isst erhält man zusätzlich zum exotischen Geschmackserlebnis noch eine satte gelbe Farbe im Mahl.

Nicht zuletzt daher rührt die Liedzeile, dass Safran den Kuchen gelb macht in einem bekannten Kinderlied. Empfehlenswert ist Safran  tatsächlich zum „gelb machen“ von Brühen oder Suppen, Puddings und Quarkspeisen sowie Paella.

Für das Einfärben von Kuchen kann Safran hinsichtlich seines Preises jedoch beinahe schon zu schade sein, da man für gelben Kuchen größere Mengen einplanen sollte.  Weiterhin ist dieser auch zum Braten weniger geeignet, da er schnell verbrennt und folglich an Aroma verliert.

Feine Safranfäden sollten Sie am besten, wenn überhaupt, mit geringer Temperatur in einer nicht geölten, trockenen Pfanne erhitzen. Je nach Bedarf ist es sinnvoll zusätzlich mit Safranpulver zu arbeiten oder das Gemisch mit kleinen Mengen von Flüssigkeiten zu vermischen, beispielsweise beim Backen.

Aufpassen sollten Sie bei mit Glycerol beschichteten Fäden. Süßlich im Geschmack und künstlich größer gezüchtet, verleiten Laien dazu diese Fälschungen zu kaufen. Safranprodukte ohne Glycerol sind in der Regel unbedenklich und echt. Safrankandiszucker eignet sich gut zum Süßen von Tee, Kaffee oder Espresso. Demnach hat man eine safranartige Note im Getränk. Hochwertiger Kandiszucker wird bei der Herstellung mit Safran gemischt und zaubert neben der Süße den konservierten Safrangeschmack in Getränk. Auch dieses Produkt sollte lichtgeschützt, trocken und kühl aufbewahrt werden damit Sie keine Einbußen im Aroma hinnehmen müssen.

Gute Köche empfehlen teilweise sogar nur mit den feinen Fäden in der Küche zu arbeiten. Diese sind sowohl aromatischer als auch sicherer in Sachen „Fälschung“. Pulver sind nämlich der am meisten gefälschte Zustand des Gewürzes.

Die richtige Dosierung ist beim Genuss entscheidend. Zudem gibt es Mediziner, die von Safranverzehr während einer Schwangerschaft abraten. Frühgeburten und ungewollter Kindsverlust stehen scheinbar im Zusammenhang mit dem Verzehr. Beachten sollte man auch, dass zu große, verzehrte Mengen an Safran von Halluzinationen, über Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod, bei zehn Gramm pro Tag, führen können.

Beachten sollten Sie weiterhin, dass Safranfäden in verschiedenster Qualität angeboten wird. Allein durch Fälschungen lässt sich das Aroma leicht imitieren und kann daher nicht der alleinige, qualitative Anhaltspunkt sein. ISO-Kennziffern sind Indizien für unverfälschte Safranfäden.

Guter, fädiger Safran ist dunkelrot bis bräunlich in der Farbe und sehr weich im Zustand. Auffallend günstiger Safran als Import kann, wenn nicht als Pulver verarbeitet, meist auf eine Fälschung hindeuten. Echten, günstigen Safran kann man in nahezu allen arabischen Ländern erwerben.

Achten Sie stets darauf, dass das Siegel beim Kauf verschlossen bzw.  nicht geöffnet ist, da sonst schon wertvolle Aroma-Stoffe verloren gehen können.

Safranfäden sollte nicht heiß angebraten oder lange gekocht werden, da er sein Aroma so verlieren kann. Empfehlenswert für eine noch intensivere Färbung ist es Safranfäden vorher zu mörsern. Spezielle Mörser können Sie zudem Internet finden um die Verwendung rund um das orientalische Gewürz so optimal wie möglich zu gestalten. Mörser aus Gusseisen *

Horten Sie Safranfäden nicht in großen Mengen. Eine lange Einlagerungsdauer wirkt sich negativ auf Geschmack und Farbe aus. Ebenso brechen getrocknete Fäden beim Altern und verlieren somit das typische, wertgeschätzte Aroma. Zur Aufbewahrung nutzen Sie am besten einfache Gewürzgläser. Lichtgeschützt und trocken sollte der Safran zudem aufbewahrt werden.

Der sehr starke Eigengeschmack lässt es zu auch mit wenig Menge effizient und aromatisch zu würzen. Vom Grundsatz her ist weniger beim Kochen oder Backen tatsächlich „mehr“.

Werbung*