Die Petersilie stellt eines der Küchenkräuter dar, die in der Küche am häufigsten zur Anwendung gelangen. Im deutschsprachigen Raum hat diese Form der Kräuter mehrere Namen. Es wird so zum Beispiel im österreichischen Raum sowie in weiten Teilen von Bayern von der Petersil gesprochen. Wird in der Schweiz Petersilie gekauft, dann wird stets ein Bund Peterli gefragt sein. Weitere vorkommende Namen dieser zweijährigen Pflanze können Peterle, Peterling, Petergrün oder Silk sein. Es handelt sich dabei um einen so genannten Hemikryptophyt, wobei diese Pflanzenform Überdauerungsknospen besitzt. Zu finden sind diese Knospen der Pflanze, die mitunter eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen kann, an der Oberfläche der Erde.

Das Zuhause der Pflanze, deren Blätter dunkelgrün sind, liegt im Gebiet des Mittelmeeres sowie auf den Kanaren. Besonders innerhalb des europäischen Raumes sowie dem Raum des Mittelmeeres stellt Petersilie mit glatten oder mit krausen Blättern die häufigsten verwendeten Kräuter in der Küche dar. Dort wird sie überwiegend in Gärten angebaut. Insgesamt wird hierbei von der Blattpetersilie gesprochen. Eine weitere Form der Petersilie ist die Wurzelpetersilie, die zum Suppengrün gehört. Gelangt die Wurzelpetersilie in der Küche zum Einsatz, dann werden ebenso die Wurzeln dieser Pflanze mit verwendet. Ihr gutes Aussehen erhält die Petersilie durch die Lehmböden, die sich durch ihre Frische und den Nährstoffreichtum auszeichnen.

Doch wo die Petersilie mit ihren zwei Formen eigentlich herkommt, ist nicht geklärt. Ausgegangen wird bisher, dass die Heimat im östlichen Bereich des Mittelmeergebietes liegt, das sich bis Westasien ausdehnen kann. Zumindest steht es fest, dass die Petersilie einen ganz besonderen Stand im antiken Griechenland hatte – galt sie doch als heilig. Nach Abschluss der Spiele der Isthmischen sowie der Nemeischen Spiele erhielten die Sieger oft Kränze, die aus Petersilie bestanden haben. Begonnen hat die Geschichte der Petersilie in Mitteleuropa in der Zeit des Mittelalters. Damalige Mitglieder der Klöster setzten die Pflanze als Heilkraut ein. Es sollte daraufhin nicht lange dauern, bis die Verwendung dieses Krautes in der Küche erfolgte.

Innerhalb der Kulturen wird zwischen glatt und kraus unterschieden. Dabei gibt es wiederum drei Formen der krausen Petersilie, wie beispielsweise diese, die grob bis mittelfein gekraust ist. Ferner gibt es die feine Petersilie, die auch sehr fein gekraust sein kann. Ergänzt wird das Angebot von der Kategorie Mooskrause bis Farnblättrig. Das Bild der Petersilie wird von Blättern, Wurzeln und den Früchten bestimmt. Dabei gleichen sich die Wurzeln und die Blätter hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe, die sich im ätherischen Öl finden lassen. Vorhanden sind beispielsweise darin Myristicin und Limonen.

Gerade in den Küchen des Mittelmeerraumes zählt die Petersilie auch heute noch als unverzichtbarer Bestandteil dazu. Um dabei möglichst viel vom typischen Aroma der Petersilie zu bewahren, werden Blätter der Petersilie nie lange erhitzt. Dies geschieht beispielsweise in der französischen Küche. Dort sind die Kräuter gleich zu Beginn der Zubereitung im Gericht, damit der Geschmack der Sauce einen würzigen Charakter erhält. Außerdem werden die Blätter der Petersilie sehr häufig in rohem Zustand unter anderem bei Kaltgerichten verwendet. Zu beobachten ist dies zum Beispiel in der Küche der Türkei.

Der Vielfalt der Kreationen mit Petersilie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

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