Die Paradieskörner entstammen der Pflanzenart „Aframomum melegueta“. Diese stellt wiederum ein Mitglied der Familie der Ingwergewächse. Beheimatet ist die Pflanze im tropischen Westen von Afrika. Für die Paradieskörner sind gleich mehrere Namen bekannt geworden. Es handelt sich dabei um den Guineapfeffer, den Malagettapfeffer oder den Meleguetapfeffer. Dieses Gewürz befindet sich hauptsächlich in Ghana im Anbau. Eine hohe Bedeutung für den Handel auf der Welt existiert jedoch bei den Paradieskörnern nicht.

Vom Aussehen her präsentiert sich die Pflanze krautig und ausdauernd, so wie es sich für ein Ingwergewächs gehört. In den bis zu 10 Zentimeter hohen Kapseln, die an dieser Pflanze gebildet werden, befinden sich Samen mit einer Größe von zwei Millimetern.

Die Geschichte der Paradieskörner nahm im Mittelalter ihren Anfang. Über den Landweg wurde das Gewürz in den Norden von Afrika gebracht und dann in Richtung Europa. Dort werden sie noch heute wegen mehrerer Eigenschaften geschätzt. Zum einen waren die Preise für die Körner sehr günstig. Das ließ das Gewürz wiederum zum einem idealen Ersatz für Pfeffer werden. Es folgte die Zeit, als die portugiesischen Seefahrer zu Entdeckungsfahrten auf den Meeren starteten. Dies brachte den Körnern einen stetig steigenden Handel ein. Jedoch gelang das nur solange, bis Indien entdeckt wurde. Damit wurde es günstiger an den echten Pfeffer heranzukommen.

Der Geschmack der Paradieskörner ist pikant und scharf, jedoch nicht so, dass es brennt. Gleichzeitig ist eine gewisse Würze im Aroma zu vernehmen. Alles lässt die Paradieskörner zu einem idealen Gewürz, dass in gemahlenem Zustand eingesetzt wird, werden. Daher werden die Körner vorwiegend bei Schmorgerichten eingesetzt, die eine lange Zubereitungszeit auf dem Herd benötigen.

Im Wesentlichen finden die Paradieskörner in den Küchen innerhalb von Europa keine Verwendung mehr. Nur noch Rezepte, die einen altertümlichen Touch besitzen, ermöglichen noch heute den Einsatz der Körner. Dazu gehören beispielsweise Lebkuchen und Biere.

In der heutigen Zeit werden Speisen immer noch in entfernten Regionen mit den Paradieskörnern gewürzt. Beispielsweise kann dies in Marokko sowie Westafrika, wo sie auch der Medizin dienen, sein.

Bildquelle: Spicebar