Bei Paprika handelt es sich um eine Gattung, die als Peperoni, als Chili oder als Pfefferoni bekannt ist. Eingeordnet wird die Paprika in die Familie der Nachtschattengewächse. Von der Paprika wird hier in zwei Fällen gesprochen. Dabei kann es sich zum einen um die Pflanze handeln und zum anderen um die Frucht, die noch weitere Namen besitzen kann. In allen Früchten ist der Stoff Capsaicin vorhanden, der jedoch von der Menge her je Frucht unterschiedlich ausfallen kann. Spiceworld - Chili - Peperoncino rot - mild geschrotet ohne Saat

Von der Zuordnung her lässt sich Paprika in die Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige Pflanzen einordnen. Aus den oberirdisch keimenden Samen werden zwei Keimblätter gebildet. Da es sich hier um krautige und zugleich mehrjährige Pflanzen handelt, können diese eine Wuchshöhe von etwa 150 Zentimeter erreichen. Je älter die Pflanze wird, desto mehr Verzweigungen können entstehen.

Im Rahmen der Blütenbildung und der Befruchtung kommt es bei der Paprika sehr oft zu Kreuzbefruchtungen, wodurch wiederum eine gewisse Variabilität bei den Pflanzen entsteht. Je mehr reifende Früchte sich an einer Paprikapflanze befinden, desto weniger Blüten kommen nach. Diese sind eh von einer bestimmten Temperatur abhängig.

Das ursprüngliche Zuhause der verschiedenen Arten und Sorten der Paprika befindet sich in Süd- und Mittelamerika. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Gattung im Bereich zwischen dem Süden von Brasilien und Bolivien entwickelt hat. Das sich die Pflanze mit einzelnen Arten bis Mittelamerika verbreiten konnte, ist wohl den Vögeln zu verdanken.

Häufig gelangt heutzutage Paprika in der Küche als Gewürz zur Anwendung und das in der Form des Paprikapulvers. Damit es dazu kommt, werden die Früchte als erstes getrocknet. Anschließend erfolgt das Mahlen der Paprikafrüchte. Es ist dabei möglich, Paprika in verschiedene Kategorien einzuteilen. Dies erfolgt beispielsweise nach der Sorte, die verwendet wurde. Diese kann nämlich eine gewisse Schärfe besitzen. Ein gutes Beispiel stellt hier das ungarische Paprikapulver dar, das sich in fünf Geschmacksrichtungen eingliedern lässt. Dabei handelt es sich wiederum um Rosenpaprika, Halbsüß, Edlesüß, Delikatess sowie in Extra. Gerade das ungarische Pulver wird ja auch bei den verschiedenen Gulaschgerichten dieser Welt geschätzt.

Zu den weiteren Paprikapulvern zählen die Sorten Dulce und Picante, die aus Spanien stammen. Während Dulce mit der Sorte Edelsüß verglichen werden kann, gilt Picante eher als kräftig. Ergänzt wird das Bild des Paprikapulvers von einer sehr scharfen Sorte. In diesem Fall wird von Cayennepfeffer gesprochen. Diese Bezeichnung ist daraus entstanden, dass für die Herstellung dieses Gewürzes die Chilisorte Cayenne verwendet wird.

Andere Einteilungsmöglichkeiten sind die Klassifizierung mit so genannten Scoville-Einheiten, die nach dem Erfinder des im Jahr 1912 eingeführten Vergleichsverfahrens benannt wurden. So gibt es beispielsweise Kirschpaprika, Wachspaprika oder Thai-Chili. Werden Konzentrate eingesetzt, kann die Schärfe von Chilisaucen noch um ein Vielfaches gesteigert werden.

Über sind Würzsaucen und Würzpasten ein weiteres Produkt, das aus Paprika hergestellt wird. Bekanntestes Beispiel sind die Tabascosauce oder die Chilisauce, deren Grundlage unter anderem aus Essig und Gemüse bestehen kann. In der ganzen Welt haben Würzsaucen mit Paprika inzwischen den kulinarischen Gaumen erobert. So gibt es zum Beispiel in Indonesien die Sauce Sambal Oelek, während es in Nordafrika die Sauce Harissa gibt. Mexiko ist für seine beliebten Salsa-Saucen sehr bekannt.

Allerdings sind ebenfalls getrocknete Paprika in Form von Früchten erhältlich. Gerade die mexikanische Küche legt besonders viel Wert auf die getrockneten Chilis. Schließlich erhalten einige Früchte überhaupt erst durch die Trocknung ihr unverwechselbares Aroma. Bei den Chilisorten kann ebenfalls zwischen verschiedenen Früchten unterschieden werden. Unter anderem gibt es so genannte Poblano oder die Chipotle.

Nach der Zubereitung von Gerichten kann die Schärfe natürlich an den Händen durch Reinigung beseitigt werden. Dazu sollte Seife oder Alkohol eingesetzt werden. Damit es erst gar nicht zum Geruch an den Händen kommt, können Plastikhandschuhe eingesetzt werden. Es gibt noch einen weiteren Weg, damit die Schärfe der Früchte gemindert werden kann. Beispielsweise sollten nur Fruchtschalen ohne Plazenta verwendet werden.

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