Oregano ist ganz besonders als Gewürz in der italienischen Küche bekannt geworden, da es oft auf der Pizza geschätzt wird. Dabei stammt der Name von Oregano aus dem Altgriechischen und kann mit „Schmuck der Berge“ übersetzt werden. Diese Pflanze trägt beispielsweise ebenso die Namen Echter Dost oder Wilder Majoran. Beheimat ist die Heil- und Gewürzpflanze als Familienmitglied bei den Lippenblütlern und stammt einst aus dem Mittelmeerraum. Sehr geschätzt wird das Gewürz besonders in der Küche der Türkei, von Spanien, von Italien und von Griechenland. Viele Gerichte aus diesen Regionen sind ohne dieses Gewürz einfach unvorstellbar.

Das ideale Anbaugebiet findet sich auf der Welt in den Gebieten, wo es ein gemäßigtes und warmes Klima gibt. Der Boden sollte außerdem kalkhaltig sein. Umgeben wird die Pflanze oft von trocknen und zugleich lichten Wäldern. Ideal ist ebenso die Umgebung von Eichen-, Kiefern- und Schneeheiden-Kiefernwäldern. Ideal wachsen kann Oregano ebenso an Weg- und Waldrändern sowie an sonnigen Hängen und Hecken. Der Pflanze gefällt auch die Umgebung von Mager- und Trockenrasen, damit sie gedeihen kann. Dort gelangt es häufig auch in den Küchen zur Anwendung. Außerdem finden sich somit Vorkommen fast überall in Europa.

Beschaffenheit von Oregano

Mehrjährig und krautig ist die Pflanze, die auf Höhen von 20 bis 70 Zentimeter wachsen kann. Gekennzeichnet ist Oregano im Hinblick auf den Duft sowie auf den Geschmack von einem herben Aroma.

Zu einem großen Teil können sich die Blätter während des Blütenstands leicht rötlich färben. Mit Beginn des Monats Juli werden die ersten Blüten mit rosavioletter sowie vereinzelt mit weißer Farbe zu sehen sein. Die Blüte wird dabei bis September anhalten, wobei die Bestäubung ganz besonders von Honigbienen erfolgt. Doch auch Schmetterlinge wie das Kleine Wiesenvögelchen finden den Weg zum Oregano.

Schon im April kann Oregano bereits zu Hause auf der Fensterbank ausgesät werden. Bereits einen Monat später ist auch die Aussaat im Freien möglich. Etwas einfacher geht es natürlich, wenn Jungpflanzen gekauft werden. Ist die Blütezeit im Juli erreicht, beginnt zugleich auch die Zeit der Ernte. Zu keinem anderen Zeitpunkt ist das Aroma so intensiv. Doch Triebe und die Blättchen lassen sich stets mit dem Frühjahr zum ersten Mal ernten. Davon kann die Küche bis in den Herbst profitieren.

Während des Wachsens sollten die Standorte sich durch Trockenheit und Sonne auszeichnen. Das Gewürz kann sogar winterhart sein, wenn es in gemäßigten Breiten zu Hause ist. Bei der Ernte werden die Stängel so abgeschnitten, dass die Pflanze danach nur noch eine Handbreit über den Boden vorhanden ist. Anschließend werden sie in dunkler Umgebung getrocknet und dann erfolgt das Abstreifen der Blätter. Nun können diese trocken und ohne Stängel für etwa zwölf Monate aufbewahrt werden. Genau das ist dann auch der Moment, wo sich der Geschmack mit seiner Herbe und Würze herauskristallisiert. Und über diesen Zeitraum behält das Gewürz dann sein Aroma, wenn bei der Aufbewahrung eine dunkle Lagerung sowie die Luftdichte gewährt sind.

Natürlich enthält die Pflanze ebenfalls ätherische Öle sowie Bitter- und Gerbstoffe. Außerdem besitzt Oregano einen sehr hohen Anteil an Vitamin C.

Geschichte von Oregano

Das Gewürz Oregano hat eine bis zu 400jährige Tradition in der Küche. Es soll zwar sogar noch römische Quellen geben, doch ist mindestens das 17. Jahrhundert anhand eines Rezeptes belegt. Zur damaligen Zeit wurden Pfannkuchen mit Oregano zubereitet. Auch in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts wurde lediglich darüber gesprochen, dass die Pflanze heilen und zaubern kann. Außerdem könnte die Röte der Pflanze sogar Stoffe wie die Wolle färben.

Oregano in der Küche

Bislang hat Oregano in der deutschen Küche noch nicht an Bedeutung gewinnen können. Dafür wird das Gewürz in Spanien und Italien noch sehr viel mehr geschätzt. Doch auch die anderen Länder des Mittelmeerraumes wissen die Vorzüge des Oregano zu schätzen. So ist Oregano unter anderem in italienischen Soßen zu finden. Besonders lecker schmecken außerdem zum Beispiel Tomatengerichte oder Gemüseaufläufe. Unvorstellbar ist inzwischen die Pizza ohne dieses Gewürz.

Raffiniertes erwartet die Gäste der Tex-Mex-Küche. Dort wird oft eine Kombination von Oregano, Kreuzkümmel, Knoblauch, Zwiebeln und Chilis zur Verfeinerung der Gerichte genutzt. So profitiert beispielsweise Chili con Carne von diesem Gewürz. Zum Einsatz gelangt hierbei mitunter der mexikanische Oregano, bei dem es sich um eine Gewürzpflanze aus Mittelamerika handelt. Hier liegt keine unmittelbare Verwandtschaft zum ursprünglichen Oregano vor und doch verbindet beide die Ähnlichkeit des Geschmacks. Dabei hat der allerdings der mexikanische Oregano schon einen recht intensiven Geschmack und wird dabei jedoch vom echten griechischen Gewürz noch um Längen geschmacklich übertroffen. Andere Variationen sind Majoran und türkischer Oregano, die in einigen Küchen verwendet werden.

Allgemein gesehen ist Oregano also eine ideale Zutat für Pizza, Saucen, Ragouts und Tomatengerichten. Die angenehme Würze verfeinert außerdem zum Beispiel Gerichte wie mediterranes Gemüse oder Gerichte mit Fleisch wie Lamm oder Fisch. Oft wird Oregano auch bei Grillgerichten eingesetzt.

Weitere ideale Partner zum Gewürz Oregano sind beispielsweise Thymian, Rosmarin, Paprika und Bohnenkraut. Außerdem verträgt sich das Gewürz mit Lavendel, Pfeffer, Salbei und Lorbeer.

Sorten von Oregano
Kleinblättriger Oregano
Das Aroma bei dieser Variante ist frisch und mild. Es ist die zartere Variante des Gewürzes.

Griechischer Oregano
Bekannt ist diese Pflanze, die einen scharfen und starken Geschmack hat, als „rigani“.

Mexikanischer Oregano
Hochwertiges Aroma zeichnet dieses Gewürz aus, das zusammen mit Chilies eine Kombination für Fleischgerichte darstellt.

Verschiedenes rund um Oregano

Schon zu Zeiten der Griechen war die Pflanze wegen ihrer Heilkraft geschätzt. In mehreren Werken wurden Informationen zusammengetragen. Auch Dioscurides und Hippokrates kannten die Pflanze bereits. So diente sie damals zur Beschleunigung der Geburt und zur Eindämmung von Entzündungen. Das Öl des Gewürzes wird, da es sehr viele Phenole beinhaltet, im Rahmen einer Aromatherapie angewendet. Geeignet ist es nur für die Anwendung von innen.

Vor einigen Jahrhunderten, um das Mittelalter, herrschte die Zeit des großen Aberglaubens. Es war das Zeitalter, das vom Aberglauben beherrscht wurde. Daher wurde der ursprüngliche Dost genutzt, um die Hexen zu verdrängen und gar nicht erst näher kommen zu lassen. Da die Pflanze aber auch fröhlich machen sollte, wurde ihr der Name Wohlgemut verliehen. Außerdem wurden Teile der Pflanze auf Hochzeiten eingesetzt.