Eine der leckersten Obstsorten ist die Orange, die in vielen Nationen weltweit gern in verschiedensten Variationen gegessen wird. Als Gewürz kommt sehr oft die Orangenschale, die ihren Namen von der Farbe erhielt, zur Anwendung. Doch bis es dazu kommen kann, hat die Orange eine interessante Entwicklung erlebt. Überhaupt ist die Orange bei allen Regionen, die nördlich der Linie von Speyer liegen, als Apfelsine bekannt. In der Botanik trägt die Orange den Namen Citrus aurantium L, was die Zugehörigkeit als Gattung innerhalb der Zitruspflanzen verdeutlicht. Interessant ist die Geschichte der Herkunft der Orange, deren Heimat in China oder Südostasien liegt.

Spiceworld - Orangenschalen gemahlenDort ist die Orange aus einer Kreuzung entstanden, wobei diese zwischen einer Mandarine und einer Pampelmuse vorgenommen wurde. Herausgekommen ist eine Frucht, die einen süßlichen Geschmack hat. Ihr gegenüber steht die Bitterorange, die allerdings bereits im 11. Jahrhundert schon das Bild in Italien mitbestimmte. Dagegen erlebte die Orange, deren Bild von einem süßen Geschmack bestimmt ist, ihre Einführung nachweislich innerhalb von Europa erst etwa vier Jahrhunderte später. Zu dieser Zeit lagen die Anbaugebiete überwiegend in Portugal. Doch es wurden noch weitere Orangen in anderen Ländern gefunden, die durch portugiesische Seeleute etwa zu Beginn des 16. Jahrhunderts nach Europa eingeführt wurden. Heute wird keine andere Zitrusfrucht öfter als die Orange angebaut.

Aussehen des Orangenbaumes und Blütenzeit

Klein bis mittelgroß sind die immergrünen Bäume, an denen die Orangen wachsen. Sie können eine Höhe von bis zu 10 Metern erreichen. Teilweise haben die Blütenstände das Aussehen einer Traube, wobei die Blüten stets duften. Die Früchte entwickeln sich an den Bäume, ohne dass eine Fremdbefruchtung erfolgt ist.

Von der Blütenzeit unterscheiden sich Europa und China nur ein wenig in den Monaten. Während die europäischen Orangen in der Zeit von Februar bis Juni blühen, erlebt China die Blüte der Orangen nur von April bis Mai. Die Monate September bis Dezember bringen den chinesischen Früchten die erforderliche Reife. Geerntet werden die europäischen Orangen von Oktober bis August.

Erstbeschreibung

Wie bei vielen Pflanzen erfolgte die Erstbeschreibung der Orange ebenfalls durch den schwedischen Naturwissenschaftler Carl von Linné. Dabei ist auffällig, dass die Orange eine Vielzahl von Synonymen besitzt.

Vielfalt der Orange

Zum einen gibt es die bereits erwähnte Bitterorange, die auch als Pomeranze bekannt ist. Außerdem bestimmten vier Sorten im Hinblick auf die Orange das Bild, die einen süßen Geschmack haben. Es handelt sich dabei um die Blondorange, die Navelorange sowie die säurefreien Orangen und die pigmentierten Orangen. Darunter werden die Blutorangen und die Halbblutorangen verstanden.

Wirkung und Verwendung der Orange

Die Orange ist nicht nur ein fruchtiges Dessert. Bekannt sind beispielsweise Orangenschalen, die oft in trockenen Blütenkompositionen zu finden sind. Geschätzt wird die Orange gerade deshalb, weil sie schon 50 Milligramm an Vitamin C besitzt. Das wäre bereits die fast erforderliche Menge des normalen Bedarfs, die bei 60 Milligramm liegt.

Für die Verwendung in der Küche werden die Orangenschalen ganz hauchdünn geschnitten. In diesem Zustand sind sie stets frei von Bitterstoffen. So gelangen sie bei der Herstellung von Gerichten in den Küchen der Welt zum Einsatz. Bei einigen Tee-Mischungen oder Teesorten werden Blüten oder Orangenschalen in getrockneter Form zur Herstellung verwendet. Ebenso können Scheiben der Orange, deren Blüten oder Schalen die Präsentation eines Gerichtes in Form von Dekoration verbessern. Mitunter sind beispielsweise Teile der Orange bei Cocktails zu finden.

Viele Länder haben sich heute auf die Produktion von Orangen konzentriert. Dazu gehören Brasilien, die USA, Mexiko und Indien. Doch auch aus Ländern wie Ägypten, Indonesien und der Türkei werden regelmäßig die Zitrusfrüchte in die Welt transportiert.

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