Die Faszination von Lavendel und seine Blüten ist in dreierlei Hinsicht zu erfahren. Zum einen stellt die Pflanze des so genannten Echten Lavendel eine Zierpflanze dar. Gleichzeitig werden in der Parfümindustrie die schönsten Duftkreationen hergestellt. Und dann werden vorwiegend die Lavendelblüten in verschiedenen Variationen in der Küche verwendet.

Hauptsächlich erreicht der echte Lavendel, bei dem es sich um ein Familienmitglied der Lippenblütler handelt, eine Höhe von bis zu einem Meter. In wenigen Fällen kann die maximale Höhe sogar zwei Meter erreichen. Doch in beiden Fällen sind Blüten an den Pflanzen zusehen, deren Aussehen sich mit Farbtönen zwischen blaulila bis lavendelfarben präsentiert. Die Zeit der Blüte erfolgt in den Monaten von Juni bis zum August. Spiceworld - Lavendel und seine Blüten

Allgemeines zu dem Lavendel und seinen Blüten

Schon der Echte Lavendel ist häufig mit Anbauflächen vertreten. Noch ein wenig öfter zu finden sind die Flächen, auf denen der Lavandin angebaut wird. Dabei handelt es sich um eine Gattung, die aus echtem Lavendel und Speik-Lavendel gewachsen ist. Vom Duft her beeindruckt dieser nicht so stark, als wenn es sich um Produkte handelt, deren Herstellung aus echtem Lavendel erfolgt ist.

Beachtet werden sollte dabei, dass der Lavendel aus einer nicht all zu kalten Region kommt. Mit zunehmender Kälte verliert der Lavendel schließt an seiner Qualität. Daher ist der hochwertige Lavendel sehr häufig in den Regionen des Gebietes rund um das Mittelmeer zu finden. Beispielsweise sind dies Teile von Dalmatien, die italienische Toskana oder Griechenland.

Es besteht die Möglichkeit, dass der Lavendel sich auf mehreren Wegen verbreitet. Zum einen ist es möglich, dass dies über Samen, über Ableger oder über Stecklinge erfolgt. Eine weitere Möglichkeit stellt die Teilung dar, die an größeren Stöcken vorkommt. Außerdem können sich Stöcke teilen sowie Seitentriebe eine Wurzelbildung vornehmen.

Eingeführt wurde der Lavendel über die Alpen und gelangte mit den Jahrzehnten nach Deutschland, wo er beispielsweise in Bad Blankenburg oder in der Nähe von Jena wächst. Großflächig verbreitet war der Lavendel schon um den Beginn des 19. Jahrhunderts. Heute kommt der Lavendel vielfach auch in Gärten der verschiedensten Größen vor.

Ferner ist die Hochprovence und die nähere Umgebung im Süden von Frankreich eine weitere bedeutende Region mit Anbauflächen voller Lavendel.

Lavendel und seine Blüten

Lavendel in der Küche
Mit Lavendel wird eine Vielzahl von Gerichten verfeinert. Dazu gehören Eintöpfe ebenso wie Fisch sowie Geflügel und Lammfleisch. Außerdem erhalten Soßen und Suppen einen besonders edlen Geschmack. Mitunter werden Salate mit Noten von Lavendel eine Verfeinerung erhalten. Zu erleben und genießen ist dies sehr häufig in den südeuropäischen Ländern Frankreich, Spanien und Italien. Mitunter präsentiert sich damit auch die Avantgardeküche, wenn Desserts wie Aprikosensorbet serviert werden.

Werden Teile des Lavendels mitgekocht, dann handelt es sich dabei um die Blätter und die Blüten. Dabei werden Blätter mit ihren Trieben für die Zubereitung von Braten, Kräutersuppen und Fischsuppen verwendet. Blüten dagegen werden eingesetzt, um nicht nur Fleischgerichten eine besonders angenehme geschmackliche Note zu verleihen. Geschmacklich ähnelt der Lavendel dem Rosmarin, wenn Gerichte eine herbe bittere bis würzige Note.

Verfeinert wird ebenfalls die Gewürzmischung „Herbes de Provence“, bei der Lavendel einen wichtigen Bestandteil darstellt. Ausgewählt wurden und werden die Lavendelblüten schon dadurch, dass sie dieser Gewürzmischung etwas Farbe verleihen. Außerdem eignen sich die Lavendelblüten mit ihrem feinen Charakter und dem Aussehen dazu, das Gerichte mit ihnen dekoriert werden können. Gut gelagert, trocken und luftdicht, hat das Gewürz eine Lagerungszeit von sechs bis neun Monaten.

Andere Verwendung
Unter anderem findet Lavendel in der Herstellung von Parfüm Verwendung, hier insbesondere das Lavendelöl. Auch in der Medizin beziehungsweise der Heilkunde ist Lavendel schon oft zur Anwendung gekommen. Ganz besonders wird hierbei der „Echte Lavendel“ geschätzt, der sogar eine Auszeichnung als Heilpflanze des Jahres erhielt. Den Blüten wird zum Beispiel nachgesagt, dass sie als Öl eine beruhigende Wirkung haben und bei Migräne wirken können. Das Öl wird dabei aus den blühenden Rispen hergestellt. Getrocknete Blüten sind außerdem in Duftkissen sowie als Zusatz für Bäder zu finden.

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