Gewürze im Winter – Im Frühling mögen Duft von Flieder, Zitronenmelisse oder Waldmeister ins Freie locken und uns „Endlich wieder Sonne!“ zurufen, doch wenn die Tage kürzer werden, das Feuer im Kamin brennt und wir uns den Kopf über Weihnachtsgeschenke zerbrechen, steht uns der Sinn eher nach anderen Düften. Jetzt sind Zimt und Kardamom angesagt, wir freuen uns über Anisplätzchen und Glühweindüfte. Damit zeigt sich, wie clever unser Immunsystem und unser Unterbewusstsein zusammenarbeiten, denn genau diese Gewürze sind es, die unserer Gesundheit jetzt im Winter gut tun und die wir reichlich genießen sollten! Hier sind sechs von ihnen im Kurzportrait.

Anis: Für unbeschwertes Schlemmen und zur Befreiung der Atemwege

Beim Gang über den Weihnachtsmarkt ziehen Kräuter- und Bonbonstände uns magisch an. Ein Duft überlagert dabei häufig alle anderen: Anis. Anisplätzchen, Anisbonbons, Anistee – das riecht immer irgendwie gesund! Der Duft des ätherischen Öls aus den kleinen Samen erinnert auch ein wenig an Lakritze. Der Genuss von Anis bewirkt ein warmes, wohliges Gefühl und da es bereits im Mund die Speicheldrüsen anregt und auch im Magen für mehr Aktivität der Drüsen sorgt, ist es zur Verdauungsförderung ideal. Die krampflösenden Eigenschaften bekämpfen wirkungsvoll Blähungen. Also gerade in der lukullischen Advents- und Weihnachtszeit, die mit ihren Leckereien eine arge Herausforderung an unsere Verdauung darstellt, sollte Anis als Gewürz nicht fehlen. Eine andere Wirkung des Anis lässt sich bei Erkältungskrankheiten und Atemwegsinfekten nutzen: Das Öl erweitert die Bronchien und sorgt für bessere Schleimlösung.

Zimt: Gegen Bakterien und für die Verdauung

Kinder lieben Zimt auf ihrem Milchreis oder im Kakao. Im Winter fehlt er in keinem Punsch und Glühwein. Die Rinde des Zimtbaums, die wir dafür fein reiben, hat leichte antimikrobielle Wirkung und kann so bei der Bekämpfung von Krankheitserregern helfen. Zimt regt den Appetit an, fördert unsere Verdauung und ist bei leichten Magen-Darm-Krämpfen ein ideales Hausmittel.

Kardamom: Fein und edel für Magen und Bronchien

Das aromatische Gewürz wurde lange als „Königin unter den Gewürzen“ bezeichnet, nicht zuletzt wegen seines stolzen Preises. Araber würzen damit gerne ihren Kaffee und auch ihre Speisen, wir verwenden es hauptsächlich bei der Weihnachtsbäckerei und im Glühwein. Auch hier treffen wir wieder die wichtige winterliche Eigenschaft der Verdauungsförderung an. Wer mehr in der Stube vor dem Feuer hockt, bewegt sich weniger und die Verdauung wird träge – also ist auch Kardamom ein ideales Wintergewürz! Wie Anis hat auch Kardamom schleimlösende Eigenschaften und tut deshalb malträtierten Bronchien und Nasennebenhöhlen gut. Ach übrigens: Auch für frischen Atem sorgt Kardamom, Sie können damit also nicht nur sich selbst, sondern Ihren Mitmenschen etwas Gutes tun!

Koriander: Kampf dem Unwohlsein

Auch wenn es allmählich langweilig wird: Auch hier muss wieder „verdauungsfördernd“ gesagt werden! Koriander regt auch den Appetit an – falls Sie das bei dem verlockenden Feiertagsangebot wirklich nötig haben … Wenn sich Unwohlsein, Blähungen und Völlegefühl dann hinterher einstellen, ist Koriander auch dagegen im Einsatz!

Ingwer: Wenn Übelkeit plagt

Der Ingwer darf in dieser Auflistung nicht fehlen, wenn er auch mittlerweile seinen Platz in unserer ganzjährigen Küche gefunden hat. Kaum eine asiatische Mahlzeit kommt ohne ihn aus. Vor allem gegen Übelkeit und Erbrechen ist er ein altes traditionelles Heilmittel und seine Inhaltsstoffe unterstützen die Verdauung, bringen aber auch unseren Kreislauf kräftig in Schwung. Die scharfen Stoffe im Ingwer bringen unser Blut so richtig in Wallung und bei kräftigem Ingwergenuss kommen wir schon mal richtig ins Schwitzen! Deshalb sollte man bei hohem Blutdruck mit diesem Gewürz vorsichtig umgehen und auch einen empfindlichen Magen mit den Scharfstoffen nicht reizen.

Vanille: Rauf mit der Stimmung und runter mit dem Appetit

Vanille für die Gesundheit? Jetzt runzelt sicher so mancher die Stirn, der Vanille das ganze Jahr über als Pudding-Grundzutat und zum Würzen von Backwaren und anderen Süßspeisen kennt. Aber gerade jetzt in der Weihnachtszeit sollten wir Vanille nicht nur als Würzmittel, sondern vielleicht auch ab und zu mal als helfendes Aroma betrachten. Vanille kann uns mit seiner serotoninähnlichen Wirkung nämlich aus dem depressiven Winterloch heraus und unserer Stimmung auf die Sprünge helfen. Und jetzt kommt die beste Nachricht überhaupt: Vanille wirkt appetithemmend! Welche Eigenschaft könnte in den kommenden Wochen wohl für so manchen unter uns gesünder sein?

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