Der Fenchel hat als ein Kraut von sich Reden gemacht, das nicht nur eine Gemüsepflanze ist. Bezeichnet wird diese Pflanze oft als „Echter Fenchel“ oder als „Garten-Fenchel“. Es ist zugleich eine Heil- aber auch eine Gewürzpflanze, in der Gattung Foeniculum. Als Familie zeigen sich hier die Doldenblütler. Einige dieser Pflanzen, die besonders würzig sein können, werden als Köppernickel bezeichnet.

Beschaffenheit des Fenchel

Zunächst einmal ist der Fenchel eine ausdauernde Pflanze, die ein mindestens zweijähriges Erscheinungsbild hat. Das kann allerdings sogar einmal ausdauernd ausfallen. Wachsen kann die Pflanze bis in eine Höhe von 200 Zentimeter, wobei sie eine minimale Höhe von 40 Zentimeter erreicht. Der Geruch nimmt eine würzige Note an, die dem Anis zugeordnet werden kann.

Fenchelsorten

Erhältlich sind in den Fachgeschäften verschiedene Sorten von Fenchel, wie zum Beispiel der Florentiner. Dabei handelt es sich um eine Fenchelsorte, die vom Aussehen her klein und zart ist. Zum Angebot gehört ferner der süße Neapolitaner, der große Knollen besitzt. Außerdem gibt es den in Italien erhältlichen wilden Fenchel, der mit seiner süßen Schärfe Kenner anzieht. Ideal ist es, wenn die Knollen des Fenchels fest sind. Das grüne Aussehen des Fenchels sollte stets kräftig frisch sein.

Saison des Fenchels

Die ideale Zeit für den Fenchel sind in Deutschland die Monate Juli bis November. Aus den mediterranen Ländern wie Italien gelangt der Fenchel am dem Herbst nach Deutschland, wobei die Anlieferung etwa für die kommenden sieben bis acht Monate beibehalten wird.

Inhaltsstoffe des Fenchels

In der Frucht, im Kraut und in der Wurzel von Fenchel sind zahlreiche ätherische Öle, wie beispielsweise Fenchon und Limonen, enthalten. Ergänzt werden diese Stoffe von Kieselsäure, Stärke, Vitamin A, B und C. Außerdem enthält die Pflanze Mineralsalze, zu denen Kalium, Calcium und Magnesium gehören.

Geschichte

Zur Verwendung gelangte Fenchel einst bei den Hethitern. Damals wurde die Pflanze während eines Rituals verwendet, dass dazu dienen sollte, um feindliche Städte zu verfluchen.

Systematik der Pflanze

Drei Varietäten des Fenchels kommen in der Botanik vor: Bekannt ist der Gemüsefenchel, der auch als Knollen- oder Zwiebelfenchel verwendet wird. Ebenso gelangt der Gewürzfenchel oder der Süßfenchel zur Anwendung in der Küche. Außerdem gibt es noch den wilden Fenchel, auch Bitterfenchel genannt. Diese Formen werden in unterschiedlicher Weise verwendet und können zuvor beim Wuchs verschiedene Höhen erreicht haben.

Fenchel anbauen und ernten

Der Fenchel, bei dem es sich um eine alte Kulturpflanze handelt, stammt aus der mediterranen Region. Teilweise taucht die Pflanze in Mitteleuropa in einer verwilderten Form auf. Eine ideale Umgebung stellt ein Standort dar, in dem eine mäßige Trockenheit gegeben ist. Zugleich sollte der Boden nährstoff- und basenreich ausfallen, wobei es sich um einen Lehm- oder um einen Lössboden handeln kann. Ein Beispiel stellen hier die Weinbergsränder dar.

Überblick über die Verwendung von Fenchel

In der Küche werden die Knollen sowie die Samen verwendet. Zur Anwendung gelangen so beispielsweise die Knollen, die eine Zutat bei Salaten sein können. Ebenfalls gelangen sie zur Verwendung in Gemüsegerichten. Fenchel kann außerdem eine leckere Beilage zu Fischgerichten sein, die gedünstet wurden. Möglich ist außerdem das Flambieren von Fisch, der auf getrocknetem Fenchel liegt sowie das Würzen von Schalentieren. Außerdem kann Fenchel Saucen und Hackfleisch im Geschmack bereichern. Selbst in der Form „fein gehackt“ gelangt das Gewürz zum Einsatz, wie beispielsweise bei Mayonnaisen. Ferner lässt sich Fenchel mit Käsesorten wie Gouda oder mit Parmesankäse kombinieren.

Vermehrt zum Einsatz gelangen die Samen des Fenchel, die ähnlich wie der Anis sind. Diese Samen sind oft im Schwarzbrot zu finden, wo sie mit gebacken worden sind. Die Samen werden sehr oft in der indischen Küche verwandt. Zu finden sind sie oft in Gewürzmischungen und werden auch so oft gegessen, da sie sehr erfrischend wirken. Sogar einige Spirituosen beinhalten als einen der Stoffe Fenchel, damit das geschmackliche Bild eine Verfeinerung erhält. Dies ist bei Getränken der Fall, die mit Anis oder Sternanis hergestellt wurden.

Sogar heilende Wirkungen sind möglich, da schließlich die Samen die Grundlage für einen Tee bilden können.

Kombination mit anderen Gewürzen

Der Fenchel lässt sich gut mit Gewürzen wie Safran und Chili kombinieren. Auch Knoblauch, Lorbeer und Thymian sind gute Partner für das Gewürz. Es lohnt sich auch, dass Oregano, die Orangenschale oder Sellerie zu Partnern des Fenchels zu machen.

Lagerung von Fenchel

Damit die Lagerung recht optimal gelingt, sollte die Temperatur in der Umgebung bei null bis fünf Grad C liegen. Gleichzeitig sollte eine Luftfeuchtigkeit von 90 bis 95 Prozent gegeben sein. Daher erscheint es ideal, die Lagerung von Knollenfenchel im Gemüsefach von einem Kühlschrank vorzunehmen. Diese kann dann unter Umständen zwischen einer und zwei Wochen anhalten.

Jedoch ist auch die Lagerung für zwei bis drei Tage im Vorratsschrank möglich. Dazu sollte der Fenchel in einer dunklen Papiertüte liegen. Geviertelte Knollen können etwa acht Monate lang im Gefrierfach lagern, nachdem sie eine Minute in kochendem Wasser lagen.

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