Sehr weitläufig kann die Geschichte der Gewürze verfolgt werden, denn die haben oft eine jahrtausendelange Geschichte und sind in den verschiedensten Kulturen zu Hause. Schon in der Jungsteinzeit war es für die Menschen von Bedeutung, ein würziges Essen zu genießen. Dieses konnte inzwischen durch Ausgraben in Mexiko bewiesen werden. Doch auch Asien ist seit Jahrtausenden für die Vielfalt seiner Gewürze bekannt. So schrieb einst der chinesische Kaiser Schen-Nung ein Kräuterbuch. In diesem ist die so genannte Zimtrinde erwähnt worden. Mit dieser schriftlichen Niederlegung wurde die Zimtrinde als erstes erwähntes Gewürz bekannt.

Und nun führt eine kleine Reise durch die Zeit der Antike beispielsweise ins alte Ägypten, wo Gewürze sehr oft zur Anwendung kamen. Der Weg führt in das alte Ägypten zurück, als die Gewürze auch noch zu ganz anderen Zwecken eingesetzt wurden. Hier wurde der Zweck im Einbalsamieren, in der Verwendung als Körpersalbe und zur Desinfektion gesehen.

Jedoch waren neben Kräutern auch einige Gewürze bereits sehr bekannt. Dazu zählten beispielsweise Anis und Kardamom. Doch schon zu dieser Zeit sehr geschickt im Handeln, was auch die Gewürze betraf. Dafür reisten sie auch schon einmal durch das ganze Land. Gab es jedoch besondere Anlässe, so wurden damit Speisen wie zum Beispiel ein Kuchen zubereitet.

Außerdem gab es die Zeit, als vieles über Handelswege nach Europa transportiert wurde. Diese Wege wurden über viele Jahrhunderte lang bereist. So gab es einige Handelswege, die als Karawanenrouten bekannt waren. Deren Anfang lag in China und führte die Karawanen durch das asiatische Reich. So transportierten sie ihre Waren dann bis nach Europa, unter anderem auf einem der berühmtesten Handelswege überhaupt, nämlich der Seidenstraße. Das Bild dieser Straße wurde unter anderem von kleinen Handelszentren bestimmt, deren Aufgabenschwerpunkt im Handel mit Gewürzen lag. Die Bedeutung dieser Straße wurde dadurch unterstützt, weil der Seeweg nach Europa für viele Jahre nicht nutzbar war.

Auch die Römer erkannten schnell die Bedeutung der Gewürze. So segelten die Römer einst nur 100 Jahre nach Christus in Richtung Indien los. Dort bemerkten sie schnell die bereits existierenden Gewürze, die sie auf der Rückfahrt mit nach Europa mitnahmen. Für die Zubereitung ihrer Speisen und auch zum Nachwürzen wurde der orientalische Pfeffer als Lieblingsgewürz auserkoren. Jedoch dienten die mitgebrachten Gewürze auch noch für andere Zwecke. Beispielsweise nutzten die Römer die Gewürze insgesamt auch zur Herstellung von Parfüms und Medikamenten.

Allerdings trugen die Römer erheblich zur Verbreitung der Gewürze in andere Länder von Mitteleuropa bei. Schließlich dehnten die Römer ihr Reich immer mehr nach Norden aus. So lernten dann auch immer mehr Menschen in Mitteleuropa die Faszination exotischer Gewürze kennen.