Sonnenlicht und lehmiger Boden ist die ideale Umgebung, die die Pflanze des Bockshornklees zum Gedeihen benötigt. Dieser Klee stammt zum einen aus der Familie der Hülsenfrüchtler und aus den Schmetterlingsblütlern. Unter den zahlreichen Namen, die diese Pflanze tragen kann, ist beispielsweise die feine Grete, Siebenzeiten oder Stundenkraut. Die einjährige und krautige Pflanze kann Höhen erreichen, die zwischen 30 und 80 Zentimetern liegen. Von der ganzen Pflanze geht ein Geruch aus, der eine stärkere Note hat. In den Monaten Juli bis September erfolgt die Reifung der Früchte, nachdem in den Monaten April bis Juli die Blütezeit des Bockshornklees stattgefunden hat.

Verwendung des Bockshornklees

Vorwiegend ist der Bockshornklee in trockenen Ländern zu finden. Dabei handelt es sich um die Länder des Nordens von Afrika und des Nahen Ostens. Außerdem finden sich Anbauflächen in Spanien. Diese Pflanzen dienen hauptsächlich als Nahrungsmittel und als Futterpflanzen. Zum Verzehr gelangen diese in frischem Zustand, gekocht oder geröstet. Es spielt dabei keine Rolle, wenn der Boden einmal extrem versalzen sein sollte.

Natürlich findet der Bockshornklee ebenso als Gewürz in vielen Teilen dieser Welt Verwendung. Zu finden ist dieses in den Mischungen des Currypulvers. Eine weitere Verwendung findet sich in Südtirol, wo die Samen zum Würzen von Brot oder Käse genutzt werden. In den russischen Küchen ist das Gewürz beispielsweise in Gemüsesuppen zu finden. In den Asialäden oder den Orientläden können die verschiedenen Varianten des Gewürzes erworben werden. Ebenfalls gelangen die Samen in verschiedenen Ländern, zum Beispiel in Indien, als Kaffeeersatz zum Einsatz. Es ist sogar möglich, selber Sprossen des Bockshornklees zu ziehen.

Da Bockshornkleepulver halt gemahlen zur Anwendung kommt, sollte es schnell verwendet werden. Schließlich kann sich das Aroma sehr schnell verflüchtigen. Idealer ist die Verwendung von Samen und Blätter der Pflanze. Sind die Voraussetzungen zum Lagern, gut verschlossen und kühl, erfüllt, können diese über mehrere Jahre genutzt werden.

Geschichte des Bockshornklees

Schon in der Kupferzeit war der Klee bekannt. Doch wurde dieser in der Eisenzeit nachgewiesen. Auch das alte Ägypten kannte diese Pflanze bereits, da er teilweise religiös verwendet wurde. In der Geschichte hielt der Bockshornklee schon früh im Kaiserreich China seinen Einzug. Gerade die Gartenkunst fand sehr schnell das Interesse an dieser Pflanze. Immer weiter verbreitete sich die Pflanze in Richtung Europa aus. Hildegard von Bingen war der Klee ebenfalls bekannt. Sie schätzte ihn als Heilmittel, das gegen Krankheiten der Haut Verwendung fand. Lange Zeit jedoch fand jedoch keine intensive Verwendung statt. Mit Pfarrer Sebastian Kneipp sollte sich alles ändern, da mit ihm die Pflanze wieder häufiger zum Heilen genutzt wurde. Heute gibt es zwar keinen landwirtschaftlichen Anbau mehr und doch gibt es noch immer Flächen, auf denen der Klee zu sehen ist. Die Pflanze kommt nämlich in wilder Form in südlichen und in mittleren Regionen von Deutschland vor.

Inhaltsstoffe des Bockshornklees

Enthalten sind zunächst Samen, die die Gewinnung von einem fetten Öl ermöglichen. Zu den weiteren Stoffen gehören unter anderem Ölsäure, Lecithin, Vitamin A und Phosphor. Die Aminosäure Histidin ist ebenfalls im Klee enthalten.

Vielfältige Verwendung des Bockshornklees

Gern wird der Bockshornklee von Frauen verwendet, die gerade Stillen. Dieser Klee wird dazu genutzt, um die Milchbildung anzuregen. Erhältlich sind die Samen des Bockshornklees als Pulver oder als Tee. Hauptsächlich wird dieser Tee in Indien, Tibet und China geschätzt. Ferner gibt es unter anderem Bockshornsamenpulver, das in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet wird.

Außerdem gelangt der Bockshornklee in der Medizin äußerlich zur Anwendung wie beispielsweise bei Entzündungen oder bei Rheuma. Zudem werden die Samen zum Beispiel in der Pflanzenheilkunde eingesetzt.