Mit Basilikum wird hier eines der Kräuter präsentiert, das zu den wichtigsten Gewürzen in der Küche zählt. Dieses Kraut stammt aus der gleichnamigen Gattung und ist somit ein Familienmitglied der Lippenblütler. Ganz besonders die italienische Küche schätzt die Ausstrahlungskraft des Basilikums.

Beschaffenheit vom Basilikum und Allgemeines

In der Regel ist Basilikum eine Pflanze mit einer einjährigen Kultivierung, wobei die stets in Regionen mit gemäßigtem Klima erfolgt. Basilikum wächst als ein Busch heran, der die Höhe bis etwa 60 Zentimeter erreicht. Wer der Pflanze näher kommt, wird den ausstrahlenden aromatischen Duft vernehmen. Während der Monate Juni bis September sind die Blüten des Basilikums, dessen Früchte etwa 1,5 bis zwei Millimeter lang sind, zu sehen.

Die Sorte des Busch- oder Zwergbasilikums erreicht nur eine Höhe von etwa 15 Zentimetern. Damit eignet sich diese Form des Basilikums als Zierpflanze.

Seinen Ursprung hat der Name in dem griechischen Wort für königlich, wobei angenommen wird, das Basilikum die Bedeutung eines königlichen Gewürzes hatte. Die Pflanze ist außerdem unter weiteren Namen bekannt. Es handelt sich dabei unter anderem um das Königskraut, das Suppenbasil oder um den Deutschen Pfeffer.

Inhaltsstoffe des Basilikums

Da es mehrere Sorten des Basilikums gibt, können sich die enthaltenen ätherischen Öle ebenfalls unterscheiden. Beeinflussende Faktoren können hierbei ebenfalls die Herkunft der Pflanze und der Zeitpunkt der Ernte sein. Normalerweise liegen die Werte hierbei zwischen 0,04 und 0,70 Prozent. Zu den wichtigsten Bestandteilen zählen hier Linalool, Estragol und Eugenol. Außerdem sind unter anderem Cineol und Ocimen in den Ölen enthalten. In der Pflanze befinden sich zudem noch Gerbstoffe, Kaffeesäure, Flavonoide sowie Äsculosid.

Verbreitung von Basilikum

Zu finden ist Basilikum in Asien sowie im tropischen Gebiet des afrikanischen Kontinents.

Systematik

Species Plantarum hieß die Schrift, in der der Schwede Carl von Linne den Namen des Gewürzes zum ersten Mal veröffentlichte. Innerhalb der zwei Unterarten gibt es weitere Unterteilungen, so dass verschiedene Varietäten das Bild von Basilikum bestimmen. Dazu gehören die Sorten „Genoveser“ und „Opal“. Außerdem gibt es noch die Sorten „Großes Grünes“, der als „Cinnamom“ bekannte Zimtbasilikum und der Zitronenbasilikum „Lemon“. Zu den vielen Aspekten, wie sich die Sorten vom Basilikum unterscheiden können, gehören unter anderem die Blattform und der Duft.

Geschichte des Basilikum

Heute lässt sich nur noch erahnen, wo das Basilikum sein Ursprungsgebiet haben könnte. Es wird davon ausgegangen, dass dieses im Nordwesten von Indien liegen könnte. Fest steht jedoch, dass eine Kultivierung im vorderen Indien schon bereits vor drei Jahrtausenden erfolgt ist. Diese wurde dann so vorgenommen, dass das Basilikum neben der Gewürzpflanze auch als Heilpflanze sowie als Zierpflanze geschätzt wurde. Gesichert ist außerdem wohl, dass die Pflanze bereits im alten Ägypten nicht unbekannt gewesen sein dürfte. Schließlich gibt es sogar Exemplare aus dieser Zeit, deren Fundort in Pyramiden lag. Den Einzug nach Deutschland, so wird heute geschätzt, dürfte die Pflanze im 12. Jahrhundert geschafft haben.

Anbau und Ernte vom Basilikum

Die ideale Atmosphäre für den Anbau von Basilikum findet sich in der Regel in den subtropischen Gebieten. Jedoch ist diese Pflanze ebenso in Regionen mit tropischem Klima zu finden. Doch bilden auch die gemäßigten Breiten eine gute Umgebung zum Anbau von dem Gewürz. Außerdem erfolgt der Anbau im Gewächshaus.

Erfolgt der Anbau im Freien, dann sollte der Boden für die Pflanze locker sein. Zugleich sollte der sich Boden über eine Wasserdurchlässigkeit sowie eine gute Erwärmung auszeichnen. Doch allgemein sollte auch die Umgebung von Wärme geprägt sein, da das wirkliche Wachstum erst ab einer Temperatur von mehr als 12 °C beginnt. Ansonsten könnte es sogar zu Schäden an der Pflanze kommen. Durch diese Vorliebe für Wärme, können die Pflanzen ideal in den Zimmern gedeihen. Oft wird dann von so genannten Zimmerkräutern gesprochen.

Wer das Basilikum aus dem Freiland schätzt, wird in der Zeit von Ende Juni bis etwa Anfang Oktober im Handel fündig werden. Dabei werden immer ganze Blatttriebe geerntet, während auf das Ernten einzelner Blätter verzichtet wird. Einige Blätter jedoch werden immer an der Pflanze zu finden sein. Nur durch diese kann die Pflanze erneut ihr Wachstum erreichen. Doch auch während der restlichen Zeit des Jahres gibt es die Möglichkeit auf Basilikum als Gewürz zuzugreifen. Schließlich wird das Basilikum aus dem Gewächshaus, häufig als Topfware, in allen Monaten ausgeliefert. Bei der Kultur sind Unterschiede innerhalb der Jahreszeiten festzustellen. Während diese im Sommer bis zu 40 Tage dauern kann, ist bei einer Winterkultur von einem Zeitraum zwischen 80 und bis zu 100 Tagen auszugehen.

Sorten des Basilikums

Der Wilde Basilikum überzeugt durch sein Aroma, was dem Piment ähnlich ist. Zugleich ist dieses Gewürz als Pflanze sehr robust. Zitronig und frisch duftet der Zitronenbasilikum. Dieses Aroma macht sich ideal in verschiedenen Salaten frischer Herkunft. Vereinzelt kann das Gewürz für die Herstellung von Desserts genutzt werden. Ein weiteres Gewürz ist das grüne Buschbasilikum. Das gute aromatische Bild wird von Kraft bestimmt. In Griechenland findet das Gewürz außerdem als Zierpflanze Verwendung.

Ganz besonders in Persien, Thailand sowie in Vietnam wird das Anisbasilikum in der Küche eingesetzt. Geschätzt wird das Gewürz dabei zur Verfeinerung der Süßspeisen. Ähnlich wie das Anisbasilikum sieht das Thai-Basilikum aus. Die beiden Pflanzen unterscheiden sich dadurch, dass das Thai-Basilikum rote Blüten vorweist. Aus der vietnamesischen und der thailändischen Küche ist das Gewürz nicht mehr wegzudenken. Aus aromatischer Hinsicht ist hier etwas das süßliche Anis auf dem Gaumen zu vernehmen.

Verwendung von Basilikum in der Küche

In der Küche gelangen die Blätter in getrockneter sowie in frischer Form als Gewürz zur Verwendung. Außerdem wird das gemahlene oder auch das gerebelte Kraut in der Küche verwendet. Ein Schwerpunkt liegt in der Küche von Südeuropa und hierbei besonders in Italien. Dort stellt Basilikum eines der meistgeschätzten Gewürze dar. Seine ganze Kraft strahlt das Basilikum als frisches Gewürz aus, während es in getrockneter Form ein nicht mehr so kraftvolles Aroma besitzt. Der Geschmack ist hierbei pfeffrig und süß.

Zur Anwendung gelangt das Gewürz auch bei der Herstellung von Fleischkonserven. Gern gelangt das Gewürz bei der Nutzung von Hülsenfrüchten und Gerichten mit Kohl zum Einsatz. Verwendung finden außerdem das Mazerat und das Destillat vom Basilikum, in dem sie zum Herstellen von Kräuterlikören genutzt werden.

Ideal erweist sich hierbei ebenso die Kombination von Basilikum mit Tomaten und Knoblauch. Damit wurden neue geschmackliche Kombinationen von Gerichten möglich. Besonders erwähnenswert ist hier der Tomatensalat mit Mozzarella, der inzwischen als Klassiker gilt. Die Verfeinerung erfolgt hier mit frischem Basilikum. Nicht zu unterschätzen ist dessen Wirkung ebenso beim Pesto, wobei es sich ja um eine Pasta-Sauce aus Italien handelt. Ganz entscheidend ist die Bedeutung von Basilikum für die Kräutermischung Herbes de Provence. Idealerweise sollte nicht alles mitgegart werden, um eine Dekoration beim Servieren vorweisen zu können.

Mit dem Basilikum kommt natürlich auch ein ätherisches Öl daher, welches mitunter in der Kosmetikindustrie genutzt wird. Dort wird es auch zur Kreation von Düften eingesetzt.

Allgemeine Hinweise

Zum Einsatz gelangt Basilikum oft auch in der Medizin und dabei in den unterschiedlichsten Bereichen. Unter anderem erfolgt der Einsatz bei Appetitlosigkeit. Auch wird Basilikum eine beruhigende Wirkung nachgesagt.

Erhältlich ist das Basilikum in der Regel in Töpfen, wobei diese stets in Supermärkten zu finden sind. Verwendet werden diese Töpfe gerade deshalb, da bei den Blättern eine leichte Druckempfindlichkeit gegeben ist. Diese Beschädigungen ermöglichen eine leichtere Verfärbung der entsprechenden Stellen.

Möglich ist die Aufbewahrung von frischem Basilikum, das in Öl liegen sollte. Dazu sollte ein Einstreuen der Blätter mit Salz und anschließendes Bedecken mit Olivenöl erfolgen. Das Gefäß, in dem die Blätter nun aufbewahrt werden, sollte auf jeden Fall gut verschlossen werden.

Eine gewisse Zeit kann das Gewürz ja lagern. Dabei tritt jedoch eine weitere Verdunkelung des Gewürzes ein, so dass es sogar schwarz wird. Dies wirkt sich jedoch nicht auf das Aroma auf, das seine ganze Kraft behält.